"Verbale Jam-Session". Die ORF-Show "Was gibt es Neues?" feiert zehnten Geburtstag. Moderator Oliver Baier gewährt einen Blick hinter die Kulissen.

Von Gerti Süss. Erstellt am 08. September 2014 (10:57)
Führt seit zehn Jahren durch die Rateshow: Oliver Baier.
NOEN, ORF
350 Folgen, 2.300 Fragen, 330 „Dinger der Woche“, 120.000 Zuschauermails mit insgesamt 250.000 Fragen – so die Bilanz nach zehn Jahren „Was gibt es Neues?“ . Selten hält sich eine TV-Sendung dermaßen lange.

Auch der in Maria Anzbach aufgewachsene Moderator Oliver Baier ist überrascht von dem Erfolg. „Anfangs waren ja nur sechs Folgen geplant“, verrät er. Der Durchbruch kam dann, als man im ersten Jahr auf die Sommerpause verzichtete.

"Rateteam lässt sich einfach auf die Sendung ein"

Ein weiteres Erfolgsgeheimnis ist seiner Meinung nach die Spontanität des Rateteams: „Als Moderator habe ich schon vorbereitete Fragen, aber das Rateteam hat keine Ahnung und lässt sich einfach auf die Sendung ein“, so Baier. Kabarettprofis wie Michael Niavarani und Viktor Gernot würden zudem genau wissen, welche Pointen funktionieren – und wenn nicht, dann sorgen auch die typischen Pannen für Lacher. „Es ist wie eine verbale Jam-Session“, meint Baier.

Quotenrekord: 636.000 Zuschauer

Dass das Konzept gut ankommt, zeigen die Quoten: Im Schnitt (ohne „Best-of“) sehen 386.000 Menschen im Alter von 12 bis 49 die Show, der Rekord lag bei 636.000 Zuschauern.

Von Anfang an dabei war auch der Mödlinger Florian Gebhardt, der das TV-Format produziert. „Mittlerweile ist ,Was gibt es Neues?‘ ja eine Art Einrichtungsgegenstand im Wohnzimmer der Österreicher“, sagt er stolz. Und glaubt auch noch an die nächsten zehn Jahre der Sendung. „Wir würden gerne damit in Pension gehen“, scherzt er.

Die 350. Folge gibt es am Freitag um 22.25 Uhr auf ORF eins.