Jugend im Visier. Bilanz des Theaterfestes 2012 / Die Auslastung war zufriedenstellend, jetzt sucht man nach neuen Besuchergruppen.

Erstellt am 16. September 2012 (18:09)
Von Thomas Jorda

220.000 verkaufte Karten brachten eine durchschnittliche Auslastung von 88 Prozent. Landeshauptmann Erwin Pröll und Werner Auer, als Präsident des blaugelben Theaterfestes Vertreter der 23 Spielstätten, zeigen sich mit diesen Zahlen zufrieden. „Wir haben mit 200.000 Gästen gerechnet“, sagt Pröll, „das Plus ist deshalb schon sehr erfreulich, weil es das Wetter eher nicht gut mit den Freilufttheatern gemeint hat.“

Werner Auer lobt in dem Zusammenhang das Publikum: „Wir konnten sehr oft auch dann zu Ende spielen, wenn es feucht wurde.“

Das heißt in Zahlen: 506 Vorstellungen wurden in diesem Sommer absolviert (inklusive 17 Zusatzvorstellungen), nur acht mussten abgesagt werden.

Natürlich war nicht alles eitel Wonne. So geriet etwa der Einstieg Beverly Blankenships als Intendantin in Weitra nicht eben berauschend. Ein Fall fürs Gutachtergremium des Landes.

Doch prinzipiell sei das Theaterfest, sagt Pröll, „ein unglaublich wichtiger Ima gefaktor für das Land.“ Der in der Relation nicht viel kostet, nämlich 2,55 Millionen Euro. Der Rest auf die Produktionskosten von 10,2 Millionen Euro kommt aus den Kartenerlösen.

Ein Grund mehr, die Marke Theaterfest noch intensiver zu festigen und bekannter zu machen. Pröll: „Dazu gehört natürlich, den Qualitätsanspruch zu steigern, das gemeinsame Ticketing auszubauen, Synergien mit dem Tourismus zu suchen und noch öfter Austausch von Werbemitteln mit Festspielhaus und Grafenegg.“

Werner Auer sucht inzwischen schon neue Kundengruppen: „Die meisten unserer Besucher sind in der Altersklasse von 50plus. Die wirklich junge Schiene fahren wir noch nicht, da gibt‘s ein Vakuum. Wir werden deshalb versuchen, Kinder- und Jugendtheater stärker ins Theaterfest zu holen.“