Neujahrskonzerte 2021: Strauß und Co. am TV-Schirm. Statt auf Tour durchs Land begrüßen NÖs Tonkünstler das neue Jahr diesen Sonntag im Fernsehen.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 29. Dezember 2020 (05:28)
Kameras statt Publikum: NÖs Tonkünstler bei der Aufnahme ihres heurigen Neujahrskonzertes im Großen Saal des St. Pöltner Festspielhauses. Zu sehen und zu hören am 3. Jänner, 11 Uhr, in ORF III. Foto: ORF NÖ/Fuchs
ORF NÖ/Fuchs

Das erste wäre am 1. Jänner gewesen. Im St. Pöltner Festspielhaus. Das letzte drei Wochen später, im Schleinbacher Kulturzentrum. Und dazwischen? Wären Niederösterreichs Tonkünstler durchs ganze Land getourt. Mit Alfred Eschwé am Pult. Mit zwei jungen Sopranistinnen zu Gast. Und mit einem Neujahrsprogramm im Gepäck. Wie jedes Jahr.

Doch: Heuer ist alles anders. Am Tourneeplan der Tonkünstler steht nicht nur neben den beiden Silvesterkonzerten im Grafenegger Auditorium „abgesagt“. Sondern auch neben den 17 Neujahrskonzerten von St. Pölten bis Schleinbach.

Dabei wäre es gerade in diesem Jahr „besonders wichtig“, meint Vahid Khadem-Missagh, Geiger, Festivalleiter und einer der drei Tonkünstler-Konzertmeister. Und hat sein heuriges Neujahrskonzert schon gespielt. Gut zwei Wochen vor dem Jahreswechsel, ohne Tour und ohne Publikum.

„Dieser Jahreswechsel ist so ungewöhnlich wie kaum einer!“ Vahid Khadem-Missagh, Geiger und Konzertmeister des Tonkünstler Orchesters NÖ

„Wir haben unser Neujahrskonzert 2021 aufgezeichnet“, erzählt Khadem-Missagh, als Konzert, ohne Moderation (mit der Dirigent Alfred Eschwé sonst launig durchs Programm führt), aber „mit Freude“. Und mit Johann Strauß’ „Donauwalzer“, mit Josef Strauß’ „Feuerfest“, mit Donizettis Linda und Léhars Giuditta, mit der „tanzenden Muse“ und dem „tapferen Soldaten“. Und mit Verdis „Macht des Schicksals“ gleich zum Auftakt.

Zu hören ist all das am Neujahrstag, dem 1. Jänner , um 20.04 Uhr in Radio NÖ, zu sehen am 3. Jänner um 11 Uhr in ORF III. „Das“, meint Vahid Khadem-Missagh, „ist ein echtes Live-Erlebnis!“

Wobei: Das zweite Neujahrsprogramm, das der Geiger mit seiner Academia Allegro Vivo in Gmünd, in Ziersdorf und in Traunstein spielen wollte, ist (vorläufig) ins Frühjahr verschoben. Dessen Motto, „Scherzando“, begleitet ihn trotzdem ins neue Jahr. Denn: Ein Jahreswechsel sei immer „mit Musik verbunden“. Das sei wie die „morgendliche Musik, die unsere Herzen erwärmt“.