Kultur: Die Anlaufstelle in der Krise. Während man in Niederösterreichs Kulturszene mit den letzten Absagen etwa des Donaufestivals schon Ende April bzw. Anfang Mai ist, hat Niederösterreichs Kulturabteilung unterdessen eine eigene Anlaufstelle für Kulturschaffende eingerichtet.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 23. März 2020 (15:32)
Kein Engel im Anflug: Am 2. Mai hätte Debby Friday, die kanadische Sängerin mit den nigerianischen Wurzeln, beim Donaufestival 2020 im Kremser Stadtsaal am Messegelände gespielt. Seit vergangener Woche ist das Konzert - wie das ganze Festival - abgesagt.
Xin Yue Liu

"Das war absehbar." Stellt Niederösterreichs Kulturabteilungsleiter Hermann Dikowitsch fest. Denn die letzten beiden großen Festivals, die man aufgrund der Coronakrise absagen musste, nämlich: das Osterfestival Imago Dei und das Donaufestival 2020, hätten, wie viele andere, lange Vorlaufzeiten. Das gilt natürlich auch für alles, was in Niederösterreichs Kulturkalender im Mai ansteht. Aber: "Wir können nur von Tag zu Tag entscheiden!"

Abgesehen von den bereits abgesagten Festivals ist die Kultur jedenfalls bis 13. April geschlossen - vorerst. "Eine Verlängerung", schreibt man auf der Homepage der Kulturabteilung, "ist leider absehbar." Gerade dafür, für alle Veranstalter, für alle Kulturmacher und generell für alle, die vom Land Niederösterreich Fördergelder in Sachen Kultur bekommen, hat man seitens der Kulturabteilung nun eine eigene Mail-Adresse eingerichtet. 

Unter corona.k1@noel.gv.at können - und sollen - sich alle melden, die bereits Veranstaltungen absagen mussten oder gerade vor einer Absage stehen. Und die für die geplanten Projekte schon Ansuchen gestellt und Förderzusagen erhalten haben. Ihnen will man "die schwierige Situation erleichtern", "schadensbegrenzende Maßnahmen setzen" und helfen, "Lösungsansätze zu finden". Was verschoben und/oder abgesagt werden muss(te), soll auch im Rahmen der bereits zugesagten Förderung anerkannt werden. 

Mehr unter: http://www.kultur.noe.at