NÖ Landestheater: Grenzenloses und „grünes“ Theater

Erstellt am 26. Mai 2022 | 05:08
Lesezeit: 2 Min
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„Wir sind dabei, uns in eine bessere Welt zu entwickeln“: Landestheater-Leiterin Marie Rötzer über das Haus am St. Pöltner Rathausplatz, das auch „Teil eines gesellschaftlichen Wandels“ sein will.
Foto: Alexi Pelekanos
Niederösterreichs Landestheater überschreitet in seiner nächsten Spielzeit Grenzen und wird (noch) nachhaltiger.
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„Das grüne Wir“ steht mitten im Programmheft. Der blaue Planet prangt vorne drauf. Und drinnen? Soll „die große Welt ins Landestheater zurückkehren und uns mit den Fragen unserer Zeit konfrontieren“. Wünscht sich Marie Rötzer. Und hat auch über ihre siebente Spielzeit als künstlerische Leiterin von NÖs Landestheater Ilija Trojanows „Die Welt ist groß“ geschrieben.

Zürich (mit Philipp Hochmair als „Faust I“), Gent (mit Luk Percevals „Red“), Hamburg (mit Moliéres „Geizigem“ von Leander Haußmann) und Luxemburg (mit Andreas Lust in „Süden“) sind also zwischen September 2022 und Juni 2023 am St. Pöltner Rathausplatz zu Gast. Und von dort will man mit Eigenproduktionen nach Italien, Litauen und Tschechien reisen und „das Landestheater in die Welt tragen“.

Wobei: Auch im „Großen Haus“ und in der Theaterwerkstatt hat man in der nächsten Saison viel vor. 16 Premieren stehen 2022/23 auf dem Spielplan (2021/22 waren es 13 – zwei davon musste man coronabedingt verschieben), gestartet wird am 17. September mit Schnitzlers „Reigen“. Nikolaus Habjans Inszenierung von Canettis „Blendung“ (dramatisiert von Paulus Hochgatterer) feiert am 15. Oktober „ endlich“ Premiere, die Budapester Regisseurin Kriszta Székely zeigt ab 2. Dezember Tschechows „Drei Schwestern“, ab 27. Jänner 2023 folgt Ibsens „Volksfeind“, bevor ab 25. März Ruth Brauer-Kvam mit Shaws „Pygmalion“ nach St. Pölten zurückkehrt.

Außerdem geplant: drei Uraufführungen (darunter ein Bürgerinnen- und Bürgertheater über „Kohlrabi“ und Eva Menasses „Dunkelblum“), ein Kinder- und ein Jugendstück in der St. Pöltner Bühne im Hof („Frederick die Maus“ ab 23. September und „Parzival“ ab 25. Jänner ), ein neues Klassenzimmertheater („Schachnovelle“ ab 4. November ), Lesungen, Theaterclubs schon ab 8 Jahren und erstmals eine Schreibwerkstatt mit Regisseur, Autor und Nestroy-Preisträger Moritz Franz Beichl.

www.landestheater.net