Offene Ideen für die Kultur im Netz. Ende April werden wieder innovative Ideen entwickelt, dieses Mal aber virtuell.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 14. April 2020 (09:48)
Was offene Daten können, wird Arturo Sánchez von CERN bei der Eröffnung des Kulturhacka-thons am 27. April verraten.
NOEN

20 Jahre Weltkulturerbe Wachau werden heuer gefeiert. Knapp 500 Werke, in erster Linie aus NÖs Landessammlungen, sollten dazu eigentlich ab Mitte Mai in der Landesgalerie zeigen, welchen Beitrag Künstler dazu geleistet haben. Doch: Wie kann eine Ausstellung wie diese über die Mauern der Galerie hinauswachsen?

Eine Frage, die sich nicht erst seit der Coronakrise stellt. Eine Frage, perfekt für den Kulturhackathon 2020 von Openglam in Zusammenarbeit mit der FH St. Pölten. Denn: Dort dreht sich von 27. bis 30. April alles um Digitalisierung und offene Daten. Diesmal aber nicht in realen Räumen der FH, sondern in virtuellen.

Bei einem Hackathon (übrigens ein Mix von „hacken“ und „Marathon“) setzen sich die Teilnehmer intensiv mit ihren Themen auseinander und entwickeln Ideen. Zum Beispiel Start-ups, Institutionen, die sich vernetzen wollen, Kulturschaffende, IT-Experten, die Lösungen erarbeiten willen, Künstler, Bibliothekare usw.

Offene Daten für alle als Basis für Vielfalt

Basis für die Auseinandersetzung sind offene Daten. Also digitalisierte Daten, die der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. In vielen anderen Bereichen sind offene Daten schon üblich, während die Kultur noch zurückhaltend ist. Dabei können digitalisierte Kunstwerke als Basis für eigene Kunstwerke jungen Künstlern dienen.

Offene Daten können jungen Kulturwissenschaftlern rund um den Erdball für ihre Forschungen schnell zur Verfügung stehen, ohne reisen zu müssen. In Projekten von Kultur und Tourismus können Gemälde, Skulpturen usw. noch mehr ins Zentrum gerückt werden. „Es geht um einen Demokratisierungsprozess, um mehr Vielfalt“, so die Initiatorin Sylvia Petrovic-Majer.

Was offene Daten bereits können? Wie sich Studierende und junge Forscher durch sie weiterentwickeln können? Wie offene Daten Menschen, Institutionen und Länder verbinden und die Zusammenarbeit fördern? Darüber spricht Arturo Sánchez vom Kernforschungszentrums CERN bei der Eröffnung, die übrigens öffentlich zugänglich ist – genauso wie die Präsentation der Ergebnisse.

Rasche Anmeldung (bis 16. April): www.openglam.at