24 Preise und jede Menge Kunst aus NÖ. Diesen Freitag werden Niederösterreichs 59. Kulturpreisträger gefeiert. Präsentiert werden sie bei uns schon jetzt – von Josef Hader bis Gottfried Zawichowski.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 05. November 2019 (02:05)
Fotos: Stefan Sappert

Der eine macht Tonkunst. Der andere macht Kleinkunst. Der Dritte macht Volkskunst. Der Vierte macht Wortkunst. Und die anderen? Machen noch mehr Kunst. Politische Kunst. Historische Kunst. Lyrische Kunst. Oder gar tierische Kunst. Und diesen Freitag stehen sie alle auf der Bühne. Von St. Pöltens Festspielhaus.

Dort werden – heuer schon zum 59. Mal – die Kulturpreise des Landes vergeben. Mit einer großen Gala und großen Reden. Die kamen schon von Cornelia Travnicek, Karl Markovics, André Heller oder Peter Turrini – und die kommt diesmal von Puppenspieler und Opernregisseur Nikolaus Habjan. Mit junger, heimischer Musik – die spielt diesmal unter anderem Geigerin, Alma-Frontfrau und Wellenklänge-Intendantin Julia Lacherstorfer. Und mit den jüngsten, heimischen Preisträgern.

Acht Würdigungen und 16 Anerkennungen

24 sind das. In acht Kategorien – davon ein Sonderpreis zum Thema Literaturinitiativen. Und mit jeweils einem Würdigungspreis und zwei Anerkennungspreisen. Dotiert sind die mit je 11.000 Euro (für den Würdigungspreis) und je 4.000 Euro (für die Anerkennungspreise). Wobei die Anerkennungspreisträger (unter ihnen Cornelia Travnicek, Jessica Hausner, Vahid Khadem-Missagh oder Milena Michiko Flašar) oft nicht weniger prominent als die Würdigungspreisträger (unter ihnen Christian Altenburger, Alfred Komarek, Margherita Spiluttini, Robert Menasse oder Mimi Wunderer) sind.

Vergeben hat das Land Niederösterreich seine ersten Kulturpreise im Jahr 1960. Für Niederösterreichs derzeitige Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner stehen sie „für ein breites Spektrum“ und für Niederösterreichs „exzellenten Ruf als Kulturland“, das gerade die Künstlerinnen und Künstler „weit über die Landesgrenzen hinaustragen“.

Das tun auch Gottfried Zawichowski, Josef Hader, Kurt Weckel oder Walter Grond, der Ton-Künstler, der Klein-Künstler, der Volks-Künstler und der Wort-Künstler, schon lange.