Kunstraum NÖ präsentiert Jahresprogramm 2021. 16 Jahre-Jubiläum und drei neue Ausstellungen mit zahlreichen Kunstschaffenden sind heuer im Palais Niederösterreich in der Wiener Herrengasse zu sehen. Hier eine Vorschau auf das Programm.

Von Stefanie Marek. Erstellt am 13. Januar 2021 (06:32)

„Der Kunstraum existiert noch, auch wenn wir nicht gerade nicht so präsent sein können“, eröffnet die Künstlerische Leiterin des Kunstraum Niederösterreich Katharina Brandl die Präsentation des Jahresprogramms 2021. Der rote Faden, der die kommenden drei Ausstellungsprojekte verbindet ist der Begriff „Resilienz“. „Ein Begriff, der uns in den letzten Monaten angesichts der Covid19-Situation stark begleitet hat und der auf allen Ebenen stark strapaziert wurde“, so Brandl. Der Begriff meint die Fähigkeit eines Individuums oder eines Systems mit Krisen so umzugehen, dass diese Krisen standhalten können oder nach der Krise wieder funktionieren, sagt sie weiter.

Der Titel, unter dem die heurigen drei Ausstellungen zusammengefasst sind, ist „Re Silly Ence“. Ein Wortspiel mit dem englischen Wort „resilience“ und „silly“ für „dämlich“. Den es geht auch um die Kritik am Begriff: Wie resilient sind unsere Systeme? Haben resiliente Systeme Platz für Neues oder geht es nach der Krise so weiter wie vorher?

Vorschau auf die Ausstellungen

Die erste Ausstellung läuft von 25. Februar (Eröffnung) bis 3. April 2021 Die Gruppenausstellung trägt den Titel „Life constantly escapes“. Dabei hinterfragen die Kunstschaffenden radikal die Art und Weise wie wir gelernt haben das Leben auf der Erde zu erklären. Das Projekt will Leben anders begreifen und kritisiert die Trennung von Kategorien wie Subjekt und Objekt oder Natur und Mensch.

In der Sommerausstellung „puzzled“ von 10. Juni (Eröffnung) bis 31. Juli 2021 beschäftigen sich die Künstlerinnen Susanna Flock und Xénia Laffely mit den Übergängen zwischen analog und digital in Form von Video- und Textilinstallationen.

Ab 30. September (Eröffnung) bis 27. November 2021 schließt das Kollektiv „The Golden Pixel Cooperative“ das Jahresprogramm mit der Ausstellung „Wake Words“ ab. Wake words sind Wörter, um Sprachassistenten zu aktivieren, zum Beispiel mit dem Satz „Okay, Google!“. Die Installationen arbeiten mit Spracherkennung aber auch mit der Anerkennung verschiedener Stimmen auf politischer Ebene. Begleitend zur Ausstellung gibt es ein Hörbuch als Teil des Projekts. Ein zum Kunstraum gehöriger Podcast soll auch dieses Jahr mit Interviews und Diskussionen die Ausstellungen begleiten.

Performance-Preis und Jubiläum

Am 2. September 2021 verleiht der Kunstraum Niederösterreich außerdem zum 15. Mal den „H13 Niederösterreich Preis für Performance“. Er ist österreichweit der einzige Preis für Performance als Medium der bildenden Kunst wird jährlich ausgeschrieben. Die Ausstellung dazu läuft im Anschluss bis 11. September 2021.

Das ganze Ausstellungsjahr feiert der Kunstraum Niederösterreich übrigens sein 16-jähriges Bestehen mit der Performancereihe „Sweet Sixteen“. Zu sehen sein werden drei Produktionen, dabei sind Performances von Fanni Futterknecht, Claudia Lomoschitz und Elisabeth Bakambamba Tambwe.