Die Landschaft malen. Zwei bemerkenswerte Positionen formen sich zu einer ungewöhnlichen, aber spannenden Winterschau.

Von Thomas Jorda. Erstellt am 27. November 2018 (00:17)
Per Kirkeby, „Chac’erne mister orienteringen på grund af det gronne, den nye hovedfarve“, 1970/71.
Lothar Schnepf

Nicht einmal noch Advent, und schon das erste Weihnachtspräsent. Direktor Florian Steininger zeigt in seiner Kunsthalle eine beeindruckend dichte Doppelschau zweier Kunstschaffenden, deren Gemeinsamkeiten vom Publikum erst noch erarbeitet werden müssen.

Da ist einmal der heuer verstorbene Däne Per Kirkeby, der als studierter Naturwissenschaftler mit seinen abstrakt verdichteten Landschaftsbildern seit den Sechzigerjahren Weltruhm erlangt hat. In Krems sind über 100 Gemälde, Skulpturen und Zeichnungen, darunter bisher selten gezeigte Übermalungen und Holzfaserbilder zu sehen.

Dazu gesellen sich die direkt vor Ort entstandenen Fotos, Videos und Installa tionen der 51-jährigen französischen Künstlerin Perrine Lacroix, die 2017 Artist in Residence in Krems war.