Die Schönheiten der Schöpfung. In Schrems grünt und blüht der „Garten Eden“. Eine große Schau von Makis Warlamis.

Von Thomas Jorda. Erstellt am 13. Juni 2017 (01:26)
Makis Warlamis
Beeindruckend kraftvoll: drei Paradiesblumen im Garten Eden, gemalt von Makis Warlamis.

„Wir arbeiten weiter wie bisher!“ Mit wem immer man im Kunstmuseum Waldviertel spricht, der Blick in die Zukunft ist voll von Optimismus. Denn man hat ein großes Erbe zu verteidigen, den Geist des Künstlers und Architekten Makis Warlamis (1942 bis 2016), der mit seiner Frau Heide in Schrems das Internationale Zentrum für Kunst und Design I.DE.A. gegründet und das feine Kunstmuseum Waldviertel errichtet hat.

Die aktuelle Ausstellung „Garten Eden“ hat er noch selbst gestaltet, mit seinen Werken von Gärten, Pflanzen, Blüten, beginnend mit Pollen und Samen über keimende Pflanzen und üppiges Dschungelgrün bis hin zur beeindruckenden Buntheit der Blüten, besonders der farbenprächtigen Rosen.

"Makis war nicht nur ein Künstler, sondern genauso ein Lehrer"

Für Warlamis stand die Welt der Pflanzen stellvertretend für die Schönheiten der Schöpfung, die zu vermitteln dem gebürtigen Griechen immer ein sehr wichtiges und auch religiöses Anliegen war.

Doch nicht nur das, wie Witwe Heide Warlamis betont: „Unsere Aufgabe war seit Beginn, Hemmschwellen gegenüber der Kunst abzubauen. Wir haben Hunderte von Briefen, in denen uns die Menschen schreiben, dass sie hier endlich ein Museum gefunden hätten, wo sie keine Angst haben müssten, abgewiesen zu werden.“ Und sie fügt hinzu: „Makis war eben nicht nur ein Künstler, sondern genauso ein Lehrer. Er hat niemand zurückgewiesen.“ Das sei ganz besonders der Region und den Kindern zugutegekommen; und so wolle man es weiter halten!

Einen Mangel an Kunstwerken hat das Museum nicht, wie Kurator Bernhard Antoni betont: „Warlamis hat immer fanatisch fleißig gearbeitet. Er hat uns ein immenses Werk hinterlassen, damit können wir über Jahre hinaus Ausstellungen in seinem Geist gestalten.“ http://daskunstmuseum.at