Gerda Ridler: Mit Dynamik und Wagemut in die Zukunft

Designierte künstlerische Leiterin Gerda Ridler stellt Ausstellungsprojekte 2022 vor.

Erstellt am 24. November 2021 | 02:36
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Ehrgeizige Pläne für die Landesgalerie NÖ: Gerda Ridler.
Foto: Alexandra Bruckböck

Dynamik, Innovation und Wagemut verbindet Gerda Ridler, ab Jahresbeginn 2022 neue künstlerische Leiterin der Landesgalerie NÖ, mit dem Haus. „Das sind auch die Leitmotive für mein Programm“, so Ridler, die langjährige Erfahrung im internationalen Museumsbereich mitbringt. Und jede Menge Ehrgeiz: „In fünf Jahren soll sich die Landesgalerie NÖ in die erste Riege der Kunstmuseen in Österreich einreihen.“

Ridler will die Landesgalerie NÖ als „Bühne für die herausragenden Kunstschätze des Landes Niederösterreich“ positionieren, aber auch immer wieder prominente Vertreterinnen und Vertreter heimischer Gegenwartskunst sowie internationale Projekte mit Installationen und partizipativen Konzepten präsentieren.

Von Joham-Personale bis zu alpinen Seilschaften

Die erste neue Ausstellung im Jahr 2022, „Die Erde lesen“, wird allerdings noch vom designierten Vorgänger Christian Bauer übernommen, kuratiert von Felicitas Thun-Hohenstein in Kooperation mit der Akademie der bildenden Künste Wien im Rahmen des Forschungsprojekts „The Dissident Goddesses Network“ (ab 12. März).

Mit einer Personale startet Ridler in ihre erste Saison. Gemeinsam mit Alexandra Schantl zeigt sie eine retrospektive Werkschau zu Isolde Maria Joham, Würdigungspreisträgerin des Landes NÖ 2021 (2. April bis 9. Oktober). Ridler: „Ich schätze Isolde Maria Joham besonders für ihre monumentalen und hyperrealistischen Werke. Im Kontext der österreichischen Kunst nimmt sie damit eine singuläre Position ein“.

Ab 21. Mai folgt eine große Sammlungspräsentation unter dem Titel „Kunst nach 1960“ (bis Februar 2023).

Gemeinsam mit Günther Oberhollenzer kuratiert Ridler eine Schau mit Installationen der japanischen, in Berlin lebenden Künstlerin Chiharu Shiota, deren vor Ort entwickelte Installation von 2. Juli 2022 bis 23. April 2023 im Erdgeschoß zu sehen sein wird.

Schließlich ist eine Ausstellung „Alpine Seilschaften. Bergsteigermalerei des frühen 20. Jahrhunderts“ geplant (5. November 2022 bis 8. Oktober 2023). Weiters sollen in Kooperation mit dem Dokumentationszentrum Moderne Kunst Niederösterreich jährlich die Würdigungspreisträger/innen der Sparten Bildende Kunst und Medienkunst /Künstlerische Fotografie vorgestellt werden.

www.www.lgnoe.at