Langau vertritt Niederösterreich. Waldviertler Gemeinde Langau ist NÖs Vertreter bei Europäischem Dorferneuerungspreis.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 24. März 2014 (14:43)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Von Anita Kiefer

Niederösterreich hat einen Vertreter beim Europäischen Dorferneuerungspreis: Die Waldviertler Marktgemeinde Langau (Bezirk Horn). Seit 1994 wurden hier zahlreiche Projekte ins Leben gerufen, um die Lebensqualität in der 675 Hauptwohnsitze zählenden Gemeinde nahe der tschechischen Grenze zu verbessern und die Abwanderung aufzuhalten.

„Frage des menschlichen Potenzials im Dorf“

„Ohne Dörfer gibt es auch keine Stadt“, erklärte Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll, Vorsitzender der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung, bei der Präsentation der Gemeinde. Probleme der Gesellschaft wie Überalterung, schrumpfende Finanzhaushalte und Verstädterung sind Aufgaben, denen man sich stellen müsse.

Die wichtigste Säule sei bei der Entwicklung der Gemeinden die „Frage des menschlichen Potenzials im Dorf“. Ländliche Gebiete dürfe man keineswegs auf die Landwirtschaft reduzieren, so Pröll.

Sieger wird im September gekürt

Langaus Bürgermeister Franz Linsbauer betonte, dass man in seiner Marktgemeinde seit 1994 Projekte vor allem im Bereich der Freizeit verwirklicht habe: Die Installation eines Jugendheims, die Einrichtung eines Freizeitzentrums, Wanderwege und ein Freizeitmuseum sind nur einige Beispiele dafür.

Der Europäische Dorferneuerungspreis wird im Zwei-Jahres-Rhythmus vergeben – heuer zum 13. Mal. Er steht 2014 unter dem Motto „besser.leben“. 29 Teilnehmer haben ihre Projekte eingereicht. Der Sieger wird im September in Vals (Schweiz), der Siegergemeinde aus 2012, gekürt.