Leben fürs Tanzen. Cheerdancing / Theresia Maurer ist Projektleiterin der „Millenium- Dancers“. Die heute 30-Jährige tanzt seit ihrem fünften Lebensjahr. Von Anita KieferSie tanzen bei Firmenfeiern, Mitternachtseinlagen und Großevents.

Erstellt am 30. Juni 2013 (15:46)
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Von Anita Kiefer

Sie tanzen bei Firmenfeiern, Mitternachtseinlagen und Großevents. Standen mit Stars wie den Trackshittaz, Zweitfrau und Nik P. auf der Bühne. Und können auf Erfolge wie den achtfachen österreichischen Meistertitel im Cheerdance und den EM-Titel im Cheerdance Jazz 2012 zurückblicken. Die Rede ist von der Show- und Cheerdancegruppe „Millenium-Dancers“. Projektleiterin ist die gebürtige Mauternerin Theresia Maurer.

Bereits mit fünf Jahren entdeckte die heute 30-Jährige ihre Leidenschaft für das Tanzen. Damals startete sie mit Ballett. Mittlerweile beherrscht sie Tanzstile wie Cheer Dance, Hip-Hop und Jazz. Und koordiniert die Auftritte „ihrer“ Cheerdance-Gruppe: „Die Planung, wer wo wann ist, mache ich.“

Sie ist außerdem Trainerin des Gruppennachwuchses. Trainiert wird bei den 20 Tänzerinnen der „Millenium-Dancers“ vier Mal pro Woche. Beim Cheerdance stehen übrigens im Vergleich zum Cheerleading die tänzerischen Elemente im Vordergrund.

Obwohl ihr Leben um den prall gefüllten Terminkalender viel Disziplin erfordert, könnte sie es sich nicht anders vorstellen: „Ein bisschen mehr Freizeit wäre nett. Aber mir macht das Cheerdancen einfach Spaß.“ Auch ihr Lebensgefährte hat Verständnis für ihr zeitintensives Hobby: „Mein Freund ist Footballcoach. Sport ist auch seine Leidenschaft.“ Hat Maurer freie Zeit zur Verfügung, verbringt sie die am liebsten mit Reisen. „Ich versuche, mir drei Wochen im Jahr Urlaub zu nehmen. Jetzt war ich in Thailand.“

Im Hauptberuf ist sie in einer Eventagentur tätig. Zuvor hat sie Tourismusmanagement studiert. „Ich wollte immer was mit Events machen. Das Tanzen passt da gut dazu.“ Auf welche Auftritte mit den „Millenium-Dancers“ sie am liebsten zurückblickt?

„Einmal der Auftritt bei der Euro 2008 am Rathausplatz vor 10.000 Leuten. Wir haben uns gegenüber auf einer Vidiwall selbst gesehen. Und auch der Skiweltcup in Schladming vor 45.000 Menschen.“ Erst am Wochenende hat die Tanz-Truppe an der Cheerleading-Europameisterschaft in Glasgow teilgenommen. Dort verteidigten die Tänzerinnen neben weiteren Top-Platzierungen ihren Europameistertitel in der Kategorie Cheerdance Jazz.

Ob Maurer häufig mit Klischees um die „verwandten“ Cheerleader, die Sportmannschaften anfeuern, konfrontiert ist? „Natürlich gibt es das Klischee. Aber das ist mir ehrlich gesagt egal. Uns ist wichtig zu zeigen, was wir können.“

Wann sie mit dem Tanzen aufhören wird, weiß sie noch nicht. „Diese Frage habe ich mir schon oft gestellt. Aber solange man jung aussieht und sich fit fühlt, gibt es kein Pro blem.“ Doch auch nach dem Ende als Aktive lässt Maurer das Tanzen ganz bestimmt nicht los: „Trainerin möchte ich immer bleiben.“