Mit 200 gegen die Wand. Thomas Gansch, Melker, Trompeter und Mnozil-Brass-Gründer, sprach mit Michaela Fleck über sein jüngstes Projekt.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 05. Februar 2014 (12:10)
NOEN, Julia Wesely

NÖN: Demnächst sind Sie, gemeinsam mit Georg Breinschmid, wieder in NÖ unterwegs. Was gibt's denn da zu hören?
Gansch: Sowohl Klassisches als auch Jazz, viel Eigenes und dazu ein paar Witze.

Wie passt denn eine Trompete zu einem Kontrabass? Und wie passt Wagner zu Lennon?
Die Trompete und der Kontrabass waren früher ein Instrument, der „Kontrablas“. Der war allerdings aus Messing und ist immer gleich untergegangen. So entwickelte sich der hölzerne Kontrabass, auf dem seither die Trompeter die Welt umsegeln. Über Wagner und Lennon möchte ich in deren Abwesenheit nichts sagen.

„Duo wesentlich wendiger als jede Kombo“

Wie passt der Weltuntergang auf eine Bühne?
Unsere Programme behandeln vor allem die großen Themen. Und wo, wenn nicht auf der Konzertbühne, soll denn der Weltuntergang genug Beachtung finden?

Was kann ein Duo, was ein Orchester, eine Big Band oder eine Jazz Combo nicht kann?
Das Duo, die kleinste Form eines Orchesters, ist wesentlich wendiger als jede andere Combo. Man muss kaum Rücksicht nehmen und kann problemlos mit 200 gegen die Wand improvisieren …

Wie lässt es sich abseits der klassischen Trampelpfade überleben? Und was braucht (Nieder-)Österreichs Konzertszene Ihrer Meinung nach derzeit am dringendsten?
Orte und Köpfe sind das Um und Auf! Und man muss dranbleiben!


Info:

Thomas Gansch & Georg Breinschmid

12. Februar, 20 Uhr, Cinema Paradiso St. Pölten

25. Februar, 20 Uhr, Cinema Paradiso Baden

www.cinema-paradiso.at