Mit den Pyramiden ins Alte Ägypten. Das MAMUZ Museum Mistelbach geht der großen „Faszination Pyramiden“ detailreich und bunt auf den Grund.

Von Carina Rambauske. Erstellt am 06. März 2018 (00:37)
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Zum Greifen nahe: die größte Pyramide des Alten Ägyptens, die Cheops-Pyramide, das erste der sieben antiken Weltwunder in Form eines beeindruckend detailgetreuen Modells.

14 Kilometer westlich von Kairo ragt sie 146 Meter in die Höhe: die Cheops-Pyramide, die größte Grabstätte des Alten Ägyptens. Sie zählt zu den ältesten Bauwerken der Menschheit und ist als erste der Sieben Weltwunder der Antike bekannt.

Die Pyramide des Chephren neben ihr ist um ca. drei Meter niedriger, wirkt jedoch größer, da sie auf einem höheren Untergrund errichtet wurde. Mit der dritten im Bunde, die des Mykerinos, sind sie als die Pyramiden von Gizeh bekannt, die bis heute eine Faszination auf die Menschen ausüben.

„Es klingt, als ob dieses Thema weit weg liegt“, sagt MAMUZ-Geschäftsführer Peter Fritz. Das dem nicht so ist, zeigt die neue Ausstellung im MAMUZ Museum Mistelbach, „Faszination Pyramiden“. Hier erfährt – und, noch viel wichtiger – erlebt man vieles mehr von dieser Faszination.

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Fresken in Grabstätten spiegeln das Leben der Ägypter wider.

Mit dem detailgetreuen Modell der Cheops-Pyramide beispielsweise. Oder mit der rekonstruierten Grabkammer des Sennedjem, in der man auf bunte Fresken, die Einblick auf das Leben, den Alltag und die Götterwelt der Ägypter geben, blickt. Oder man spielt bei einer der interaktiven Stationen „Senet“, das beliebte Brettspiel der Alten Ägypter oder versucht sein Glück mit ägyptischen Hieroglyphen.

So groß die Faszination von den Pyramiden ausgeht: „Über die Bauweise gibt es bis heute keine Einigkeit“, weist Kurator Christian Titze auf die noch unerforschten Geheimnisse dieser Häuser für die Ewigkeit hin, die in der Ausstellung ebenfalls thematisiert werden. Baumodelle der unterschiedlichsten Pyramiden verdeutlichen außerdem den Wandel ihrer Architektur und gewähren Einblick in ihre Gang- und Kammersysteme.

Die Ausstellung ist jedoch nicht nur ein Portal ins Alte Ägypten: „Wir behandeln auch die Rezeptionsgeschichte“, sagt Fritz. Mit Originalfunden aus Museen in Vaduz, Basel, Leipzig, Hannover, Berlin oder Wien wird gezeigt, „dass der Einfluss des Ägypten-Kults und die Faszination Pyramiden bis heute reichen“, so Fritz.

Die Ausstellung ist bis 25. November , dienstags bis sonntags sowie feiertags von 10 bis 17 Uhr zu sehen.

www.mamuz.at