Mit Zungen, Tasten & Pfeifen. Mit Akkordeon, Orgel & vielen Freunden bespielt Otto Lechner ab Donnerstag erstmals die Aggsbacher Kartause.

Erstellt am 26. September 2017 (02:16)
Daniela Matejschek

Im Nachbardorf hat er schon als Jugendlicher gespielt. Akkordeon beim Dorffest, Orgel beim Gottesdienst, Klavier in der Schule.

Vier Jahrzehnte später spielt Otto Lechner wieder. Akkordeon im Refektorium, Orgel in der Kirche und wieder Akkordeon im Garten. Nicht in Gansbach, wo Niederösterreichs Ausnahme-Akkordeonist aufgewachsen ist. Sondern ein paar Kilometer bergab, in Aggsbach-Dorf, nicht am rechten, sondern am linken Donauufer.

Dort will Otto Lechner diese Woche für „kultivierte Unordnung“ sorgen, „den Horizont“ weiten und sich und andere „überraschen“. Dazu hat der Musiker eine ganze Reihe „musikalischer Freunde“ eingeladen, von Aggsbach bis Nepal, von Melk bis Marokko und von Wien bis Prag. Und macht vier Tage lang Musik. Beim 2011 gegründeten und 2017 von Otto Lechner übernommenen Festival „Kunst in der Kartause“.

Bei dem gibt’s heuer nicht nur „Pfeifen und Zungen“ – so auch das künstlerische Motto. Sondern auch Texte, wie gleich zum Auftakt vom Aggsbacher Autor Walter Grond, den Otto Lechner Donnerstagnachmittag im Aggsbacher Refektorium bei seiner literarischen „Landnahme“ begleitet. Improvisationen, wie beim ersten Abendkonzert in der Kartausenkirche, bei der sich Otto Lechners Akkordeon mit Thomas Ganschs Trompete zusammentut.

Messen, wie die musikalische Vesper Freitagabend, bei der sich auch Rai-Star Kadero Ray angesagt hat. Wanderungen, wie die kleine musikalische Wallfahrt von Langegg nach Aggsbach. Weltmusik „von 150 bis 6.000 Metern Seehöhe“, nämlich von Niederösterreich bis Nepal Samstagnachmittag in der Ruine Aggstein. Oder Klangkunst Samstagabend im liebevoll neu gestalteten Meditations- und „Klanggarten“ der Kartause.

http://kunstinderkartause.at