Erstellt am 06. November 2013, 11:30

Monika Ballwein: „Jeder kann singen!“. Die NÖ Promi-Szene

Sängerin Monika Ballwein hat soeben ihre aktuelle Single »Coming Home« veröffentlicht. Als Vocal-Coach bringt sie u.a. Moderatorin Mirjam Weichselbraun das Singen bei. Foto: Martin Hesz  |  NOEN, Martin Hesz
Von Verena Randolf

Ihr Werkzeug besteht aus Sehnen, Schleim und Muskeln, ist ein paar Millimeter groß und wird bei einer konstanten Temperatur von 37 Grad „gelagert“. Mit freiem Auge kann man es noch dazu nicht sehen.

Training für Große Chance-Kandidaten

„Anweisungen wie: Du greifst falsch!, die bei anderen Instrumenten zur Fehlerdiagnose oft reichen, funktionieren bei mir nicht!“, lacht Vocal-Coach Monika Ballwein. Die aus Pyhra stammende Sängerin trainiert zurzeit vier Tage die Woche am Küniglberg die Kandidaten der ORF-Show „Die große Chance“ und bringt den Talenten das Singen bei.

„Es ist gut, anstrengend und stressig … wie immer!“, zwinkert sie. Die Arbeit macht ihr sichtlich Spaß. Singen, so erzählt sie, habe sie bisher noch jedem beigebracht. Niemand – davon ist sie wirklich überzeugt – kann nicht singen. „Die meisten Leute erschrecken, wenn sie einen Ton nicht treffen und hören in der Meinung auf, sie könnten halt nicht singen. Dabei ist es doch so: Solange man hört, dass man falsch singt, kann man es eh, nur die Umsetzung klappt nicht. Das technische Know-how kann ich jedem vermitteln.“

Vocal-Coach ohne Gesangsstunden: „Ich bin Autodidaktin“

Auf wie viel Gegenliebe der Gesang dann bei technisch unversiertem Publikum stößt, ist eine andere Geschichte. Probleme, das Publikum von ihrer eigenen Stimme zu überzeugen, hatte Ballwein nie. Und das, obwohl sie selbst keine einzige Gesangsstunde genommen hatte.

„Ich bin Autodidaktin und habe mir zuerst, mit fünf, das Akkordeonspielen und danach das Singen beigebracht. Ich habe etwas gehört und es einfach nachgesungen. Wie und warum ich tat, was ich tat, konnte ich natürlich nie erklären.“ Mit mehreren Studien erwarb sie sich im Nachhinein das nötige Wissen, um das Phänomen „Stimme“ ihren Schülern zu erklären.

Konzerte an den beiden nächsten Freitagen

„Meinen Eltern zuliebe habe ich das Gymnasium gemacht und danach einen ganz normalen Beruf erlernt. Ich habe in einem St. Pöltener Möbelhaus gearbeitet und bei der NÖN, als irgendwann ein Anruf kam: Wolfgang Lindner wollte, dass ich in der Musikanten-Stadl-Band singe. Daraufhin habe ich Wohnung, Job und Freund gekündigt, bin nach Wien gegangen und jetzt sitze ich hier!“, lacht sie.

Ballwein-Konzerte in NÖ: Am 8.11. mit „La notte italiana“ im VAZ und am 15.11. beim „Babyhilfekonzert“ in St. Pölten.