Werkschau zeigt die Welt des Oswald Tschirtner. 270 Werke aus 47 Jahren zeigt das Gugginger Museum seit gestern, Mittwoch, in seiner bisher größten Personale zu einem der wichtigsten seiner Gugginger Künstler: Oswald Tschirtner.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 13. Februar 2020 (12:52)

"Ein, zwei kleine Personalen" gab es schon, zu einem der prägnantesten unter den Gugginger Künstlern. Jetzt, zum 100. Geburtstag, hat das Gugginger Museum die "erste richtig große" Werkschau zu Oswald Tschirtner eröffnet. Und zeigt zwischen dem ersten "Mensch" aus 1959 und dem letzten Gesicht aus 2006, was der 1920 in Perchtoldsdorf geborene und 2007 in Gugging verstorbene Künstler gezeichnet hat: Menschen, Tiere, Blumen, Heilige, Herzen, aber auch Kollegen, von Johann Hauser bis Anton Dobay, ganz klein, ganz schwarz und ganz reduziert, aber auch ganz riesig und sogar ganz bunt.

"Er war immer so etwas wie leichte künstlerische Kost", sagt Museumsdirektor, Kurator und Psychiater Johann Feilacher. Aber: "Er war ein toller Zeichner!" Und: Er hat über 50 Jahre seines Lebens ins Gugging verbracht, erst in der dortigen Heilanstalt, dann, ab 1981, im dortigen Haus der Künstler. Seine haushohen Kopffüßer, mit denen Oswald Tschirtner berühmt wurde, zieren seit 2019 auch das angrenzende Museum - und zwar vom Gehweg bis zum Dach.

Zu sehen ist "oswald tschirtner. das ganze beruht auf gleichgewicht." bis 27. September, zur Ausstellung erschien auch ein 468 Seiten starkes Buch über Leben und Werk von Oswald Tschirtner. 

www.museumgugging.at