Haus für Natur: Im Hund lauert die echte Gefahr. Im Haus für Natur gibt es viel zu bestaunen, dem man in der Natur eher nicht begegnen möchte.

Von Thomas Jorda. Erstellt am 26. März 2019 (02:03)
Benedikt Reisner
Ganz schön groß, der gute Flip: das Prachtexemplar einer Riesenheuschrecke.

Kreativ muss man sein. Also heißt das Haus der Natur im Museum Niederösterreich künftig Haus für Natur. Der Sinn der Namensänderung erschließt sich zwar nicht, aber Hauptsache neu.

Die erste Sonderausstellung in diesem Haus für Natur, widmet sich den Waffen der Natur, ob aktiv zum Beutefang eingesetzt oder passiv zu Selbstverteidigung.

Erich Steiner, dem Direktor des Hauses für Natur, waren zwei Aspekte wichtig; einerseits der pädagogische Ansatz, die Unterschiede von Zähnen und Klauen, Geweihen und Hörnern, Stacheln und Dornen zu erklären, andererseits die Möglichkeit, 180 animalische Leihgaben der Landessammlungen zu zeigen, ein ganzes Breitmaulnashorn ebenso wie den gigantischen Kopf des größten jemals geschossenen Kaffernbüffels oder das putzige Günther-Dikdik, der kleinste Hornträger.

Daniel Hinterramskogler
Klassische Blickdiagnose: Arachnophobie. Mädchen vor dem Terrarium der Vogelspinne.

Dazu gibt es auch Exponate des Naturhistorischen Museums Wien, einen Kugelfisch, einen Stachelrochen, Dinosaurier-Krallen oder Megalodon-Zahn.

Dazu gibt’s noch Lebendes, Heuschrecken, eine Vogelspinne und einen Skorpion, dazu harmlose Pfeilgiftfrösche, denen in Europa die entsprechende Nahrung fehlt, um ordentlich Gift zu entwickeln. Nett der kleine Ölkäfer auf Stecknadel – in der Natur sondert er bei Gefahr ein tödliches Sekret ab.

Doch das allergefährlichste Tier ist und bleibt, achtet man auf die Zahl der Verletzungen, der Hund.