Ulrike Vitovec: "Man sollte auch ganz mutig sein!“. Ulrike Vitovec, NÖ Museumsmanagerin, über Königinnen, Nachbarorte und Ausflugswetter.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 14. Mai 2019 (02:53)
Marschik
„Ich bin ein Fan von richtig alten Sammlungen“: Ulrike Vitovec, Museumsmanagement NÖ.

NÖN: Dieses Wochenende bitten NÖs Museen zum Museumsfrühling. Wie schaut der denn aus, der Frühling im Museum?

Ulrike Vitovec: Der sieht sehr bunt und sehr fröhlich aus. Es ist auch unter den Mitarbeitern eine sehr große Begeisterung da. Die meisten ehrenamtlichen Museen haben ja im Winter zu. Und für uns ist es so ein richtiger Saisonstart, bei dem die Museumslandschaft zeigt, was sie hat und was sie kann.

Und warum soll man gerade jetzt ins Museum gehen? Und nicht im Herbst?

Vitovec: Eigentlich soll man das ganze Jahr ins Museum gehen! Das Programm, das unsere Museen heuer bieten, kann man auch noch das ganze Jahr sehen. Jetzt ist der Auftakt.

134 Museen sind heuer in NÖ dabei. Und die haben auch ganz viel Rahmenprogramm. In zwei Tagen geht sich das beim besten Willen nicht aus. Wo fängt man an?

Vitovec: Die Auswahl ist immer eine ganz schwierige. Aber man fängt am besten bei seinen Interessen an. Oder dabei, dass man vielleicht eine ganz neue Region Niederösterreichs kennenlernen will. Wir haben ja nicht nur eine Karte auf unserer Website, sondern auch einen Ausflugsplaner. Ich hoffe auch auf schönes Wetter. Und dazwischen geht man gut essen… Man sollte auch mutig sein und in den Nachbarbezirk fahren!

Wo fangen Sie an? Gibt es etwas, das Sie unbedingt sehen wollen?

Vitovec: Den Kartenfund, die „Königin“, in Retz, der ist ganz großartig. Und im Stift Zwettl gibt es einen illustrierten Reisebericht aus dem 18. Jahrhundert – das sind schon ganz exklusive Einblicke, die man sonst nicht sieht.

Und wo macht man nach dem 18. und 19. Mai weiter?

Vitovec: Unsere Karte und alle Beschreibungen bleiben ja im Internet. Und man könnte einfach in die nächste Stadt fahren und sich dort etwas anschauen. An den über 750 Standorten gibt es nichts, was nicht gesammelt wird. Und es gibt ganz viel, das neu gemacht wurde. Es gibt ganz viel, das sehr gut gemacht ist. Ich staune immer wieder – auch dass wir ganz junge Wissenschafter haben, die das auch vermitteln können.

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