Erstellt am 06. September 2016, 05:53

von Michaela Fleck

Mit Psalmen & Trompeten. Vom Frieden singt und spielt NÖs ältestes Kirchenmusikfestival heuer. Eröffnung ist am Sonntag im St. Pöltner Dom.

Singt am 11. September gemeinsam mit der cappella nova Graz und dem L’orfeo Barockorchester Johann Sebastian Bachs h-Moll Messe: die Domkantorei St. Pölten unter Otto Kargl.  |  NOEN, Franz Gleiß

Kriege lassen sich vielleicht keine beenden mit der Musik. Aber: Frieden lässt sich auch mit Tönen schließen. Mit kirchenmusikalischen Tönen erst recht.

Also hat sich Niederösterreichs ältestes Kirchenmusikfest in seinem 43. Jahr den Frieden ins Programmheft geschrieben. Den Frieden zwischen Religionen, wie ihn Johann Sebastian Bach in seine letzte, große und „catholische“ h-moll Messe (so Carl Philipp Emanuel Bach) hineinkomponiert hat, und das mitten im lutherischen Leipzig.

Den Frieden zwischen Menschen, wie ihn Leonard Bernstein in seinen auf Hebräisch geschriebenen „Chichester Psalms“ vertont hat.

Und den Frieden zwischen Mensch und Gott, wie ihn wieder Johann Sebastian Bach in seinen Kantaten besungen hat. All das gibt es bei Musica Sacra 2016 auch zu hören, und zwar an fünf Wochenenden zwischen 11. September und 9. Oktober. Und in drei verschiedenen Kirchen – dem St. Pöltner Dom und den Stiftskirchen von Herzogenburg und Lilienfeld.

In Lilienfeld macht die Wiener Capella Imperialis am 1. Oktober Musik wie „am Wiener Hof“. In Herzogenburg singt das Ensemble De Profundis am 24. September „Der Friede sei mit dir“. Und in St. Pölten eröffnet Bachs Hohe Messe am 11. September das aktuelle Festival, bevor Renald Deppe mit der Capella con Durezza am 17. September Sprache, Klang und Tanz in einer Uraufführung vereint und Gottfried Zawichowski mit seinem a cappella chor Tulln und Elektronikkünstler Matthias Loibner Bernstein singt und spielt.

www.festival-musica-sacra.at