Langenlois: Liebe und Laster im Chambre Séparée

Erstellt am 22. Juli 2022 | 15:39
Lesezeit: 2 Min
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Komisch: Langenlois-Intendant Christoph Wagner-Trenkwitz als Oberkellner, im Hintergrund Cornelia Horak und Boris Eder als Marguérite und Georges.
Foto: Barbara Palffy
Im Schlosspark von Langenlois - statt in der Wiener Staatsoper - lud Christoph Wagner-Trenkwitz gestern, Freitag, zum "Opernball" - mit Richard Heubergers gleichnamiger Operette, einem vergnügten Ensemble zwischen Romantik und Ironie und illustren Gästen im heißen Sommerwind.
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Gewitter gab's heuer keines. Schließlich hatte ORF-Wetterlady Christa Kummer versprochen, "es bleibt schön". Beruhigte man hinter der Haindorfer Schlossfassade schon vor dem Premierenabend. Dort war heuer "manches ein bisschen anders", wie auch Operetten-Intendant Christoph Wagner-Trenkwitz seufzte. Das romantische Schlösschen am Rande von Langenlois war diesen Sommer eingerüstet, der Schlosshof gesperrt. Und der "Opernball"? Der stieg 2022 auf der Haindorfer Schlossterrasse (statt am Wiener Opernring). 

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Ironisch: die Herren (Erwin Belakowitsch und Boris Eder) auf Abwegen, die Damen auf den Fersen (Julia Koci und Cornelia Horak).
Foto: Barbara Palffy

"Wie gut, dass es eine Operette gibt, wo das Schloss gar nicht mitspielt", so Wagner-Trenkwitz. Dafür spielte der Intendant mit, nicht wie gewohnt als Ballkommentator im Kari Hohenlohe im Opern-Kammerl, sondern als Oberkellner (und Klo-Mann) auf der Operettenbühne. Dort ging es zwischen weißen Schürzchen, lila Rüschen und rosa "Dominos" ziemlich rund, Liebe und Laster inklusive. Aber, wie Komponist Richard Heuberger schon 1876 schrieb: "Man lebt nur einmal auf der Welt". Und wie Christoph Wagner-Trenkwitz kokett ergänzte: "Folgen Sie uns, ins Chambre Séparée!"

Folgten, lachten und feierten mit: Landesrat Gottfried Waldhäusl, Gemeindebundpräsident Alfred Riedl, Landtagsabgeordneter Josef Edlinger, Ex-Bundesministerin Margarete Schramböck, Militärkommandant Martin Jawurek, Gastronom Toni Mörwald, NOEKU-Geschäftsführer Paul Gessl, Kulturvernetzungs-Geschäftsführer Harald Knabl, Wiener Städtische-Vorstandsvorsitzende Elisabeth Stadler, Veranstalter Wolfgang Übl, Ursin Haus-Chef Wolfgang Schwarz, Astrologin Eva Vaskovich-Fidelsberger, Opernball-Veteran Richard Lugner, Klosterneuburg-Intendant Michael Garschall, Musikkurator Michael Linsbauer und Theatermacherin Michaela Ehrenstein. 

Und das Gewitter? Das kam, nach dem Wetterleuchten im 3. Akt, pünktlich zur Heimfahrt, vom "Opernball".

Zu sehen ist "Der Opernball" noch bis 7. August, www.operettelangenlois.at

Die Kritik zum Stück findet ihr ab Mittwoch auf NÖN.at/kultur – und auf den überregionalen Kulturseiten eurer nächsten NÖN!