NACHGEFRAGT. NÖN: Diesen Samstag feiert Ihr jüngstes Programm im Tullner Danubium NÖ-Premiere. Was gibt’s denn da zu hören (und zu sehen)?

Von Michaela Fleck. Erstellt am 14. Oktober 2014 (06:00)
NOEN, Photographer: Robert Peres
Günther Gunkl Paal

NÖN: Diesen Samstag feiert Ihr jüngstes Programm im Tullner Danubium NÖ-Premiere. Was gibt's denn da zu hören (und zu sehen)?
Gunkl: Zu sehen gibt es mich, und zu hören gibt es, was ich mir so denk.

Der Titel, „So Sachen“, klingt mehr nach Wimmelbuch als nach Kabarettprogramm. Und der Untertitel klingt gefährlich nach Mitdenken … Wie viel Hirn braucht Kabarett?
Der Titel entbindet mich der Verpflichtung, mich thematisch einzuschränken. Und der Untertitel entbindet das Publikum der Erwartung auf Tanzeinlagen oder Anderes. Kabarett braucht so viel Hirn wie jedes vernünftige Gespräch.

Wie wichtig ist das Denken fürs Lachen?
Denken ist fürs Lachen unbedingt notwendig, weil Humor ja in dem Spalt zwischen „Soll“ und „Ist“ stattfindet.

Kabarett ist, elf Soloprogramme hin oder her, längst nicht alles, was Sie machen. Da wären noch die Filme, die Expertisen, die Grooves …
Ich bin kein Musiker, ich bin allenfalls Musikant. Und als solcher ist mir der Überblick über das, was ich nicht kann, sehr hilfreich – ebenso beim Kabarettieren.

Was braucht (Nieder-)Österreichs Kabarettszene derzeit am dringendsten? Geld? Mut? Publikum? Oder Köpfe? Hirn? Schmalz?
Den Mut der Kulturpolitiker, Geld für Spielstätten zur Verfügung zu stellen, in denen Köpfe mit entsprechenden Hirnen einem Publikum humorvoll Gegenpositionen zu dem, wie es ist, präsentieren.

Was wollen Sie noch verwirklichen?
„Verwirklichen“ ist ein ziemlich dickes Wort. Machen möchte ich schon noch was!  

www.tullnkultur.at