Martin & Anna Rupp: Von Räumen und Beobachtungen. Martin & Anna Rupp alias Jansky, Musiker-Duo aus Scharndorf, sprachen mit Sophie Kronberger über Kompromisse und Holzhütten.

Von Sophie Kronberger. Erstellt am 10. Februar 2021 (03:14)
Martin & Anna Rupp alias Jansky
Gössl

NÖN: Ihr beschreibt eure Musik „zwischen Lo-Fi Experiment und Singer-Songwriter Pop“. Wovon handeln die Songs eures Debütalbums „LP1“ mit eingängigen Namen wie „Venedig“, „Tür“ und „Buch“?

Martin Rupp: Die Texte sind kleine Vignetten, Beobachtungen von Räumen oder Begebenheiten, die eigentliche Erzählung liegt oft dahinter und setzt sich auch von Stück zu Stück fort. Es war unser Versuch, einzelne Elemente immer wieder aufzugreifen und auch klanglich eine übers ganze Album greifende Idee zu legen.

Was inspiriert euch zu euren Songtexten und zur Musik?

Anna Rupp: Ich würde sagen, dass uns Orte inspirieren. Mit einem Gefühl dafür, wie sich ein bestimmter Ort anfühlt, was man mit ihm verbindet oder welche Geräusche man dort hören kann und was dort auch alles passieren könnte. So zum Beispiel eine alte hölzerne Hütte, in der es bei jedem Schritt knarrt. Diese Aspekte spiegeln sich dann sowohl in Text als auch Sound wieder.

Wie kam es zur Gründung eurer Band?

Martin Rupp: Es war nie eine bewusste Entscheidung, dieses Projekt zu gründen. Anna und ich haben im Sommer 2019 angefangen, Lieder aufzunehmen, und irgendwann war das Ziel, alles in ein Album zusammenzufassen. Wir beide haben immer schon Musik gemacht, weil wir in einem sehr musikalischen Haushalt aufgewachsen sind und unsere Mutter uns immer ermutigt hat, kreativ zu sein.

Coronabedingt ist es wohl besonders ideal, als Geschwisterpaar Musik zu machen. Was funktioniert in der Band besonders gut?

Anna Rupp: Praktisch ist natürlich, dass wir jederzeit gemeinsam arbeiten können. Das bietet eine gewisse Leichtigkeit, da kein Zeitdruck da ist. Wir wissen sehr gut, wie die gemeinsame Vision aussieht, schätzen den persönlichen Geschmack des anderen und finden so relativ schnell Kompromisse.

Was kommt als Nächstes?

Martin Rupp: In diesem Jahr liegt der Fokus darauf, das Programm mit unserem kleinen Orchester live umzusetzen. Und es gibt schon reichlich Ideen für das zweite Album.

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