Harriet Krijgh über riesige Träume und enge Freunde. Harriet Krijgh, Cellistin und Festivalleiterin mit Feistritzer Wurzeln, sprach mit Michaela Fleck über riesige Träume und enge Freunde.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 16. Juli 2019 (00:31)
Borggreve
Harriet Krijgh

NÖN: Diesen Mittwoch eröffnen Sie zum achten Mal Ihr kleines, feines Musikfestival in Feistritz. Was gibt’s da heuer zu hören?
Harriet Krijgh: Ich versuche, jedes Jahr was Neues zu machen. Heuer ist erstmals auch ein Chor dabei – das wird ganz spannend!

Eingeladen haben Sie dazu, neben dem Chor, Ihre „friends“, drei Geiger, eine Bratschistin, einen Cellisten, zwei Pianistinnen und einen Bariton. Wo sind denn die Bläser? Und ist das also Kammermusik im erweiterten Sinn?
Krijgh: Wir hatten schon jede Menge Bläser in den letzten Jahren. Aber begonnen hab’ ich ganz klein und harmlos, mit ein paar engsten Freunden. Die sind noch immer dabei, mit ein paar fantastischen, neuen Leuten – das ist eine ganz gute Mischung!

Sie selbst spielen auch. Und zwar gleich fünf Mal bei sieben Konzerten. Macht es das einfacher? Macht es das schwieriger?
Krijgh: Das ist eine gute Frage. Es ist auf jeden Fall eine der intensivsten Wochen im Jahr für mich. Und ich bin erst dann wieder entspannt, wenn’s losgeht!

Auf der Burg Feistritz sind im Sommer nicht nur Ihr Kammermusikfest und jede Menge kreative Kurse vom Buchbinden bis zum Quartettspielen daheim. In Feistritz ist ja auch Ihre Familie daheim. Wie spielt es sich, wie lebt es sich zwischen Rittersaal & Burgkapelle, Reitschule & Kavaliershäusern?
Krijgh: Der Rittersaal ist fantastisch, auch die Reitschule ist ganz wunderbar. Und die Burg ist so ein Kraftort, der auch so viele Möglichkeiten zulässt, nicht nur in der Musik. Und für mich ist das der Ort, wo ich am meisten ‚back to the roots‘ komme. Hier tickt die Uhr langsamer!

Gespielt haben Sie aber auch schon im Amsterdamer Concertgebouw, im Wiener Musikverein, in der New Yorker Carnegie-Hall, im Grafenegger Wolkenturm. Und als nächstes?
Krijgh: Meine Programmplanung ist bis 2021 fertig, da steht mir vieles bevor! Ich bin ja jetzt auch fix im Artemis-Quartett, das ist ganz neu. Und meine jüngste CD kommt im September heraus, mit einem reinen Vivaldi-Programm, mit dem gehen wir dann auch auf Tour…

Und was wollen Sie noch verwirklichen?
Krijgh: Ich hab’ riesige Träume – auch für Feistritz!

www.harrietandfriends.at