Hosea Ratschiller über Hexenformeln und Liebhabereien. Hosea Ratschiller,Moderator, Schauspieler und Kabarettist, sprach mit Michaela Fleck über Hexenformeln, Liebhabereien und den Kaiser von China.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 26. Februar 2019 (02:36)
Christian Pitschl
Hosea Ratschiller,Moderator, Schauspieler und Kabarettist, sprach mit Michaela Fleck über Hexenformeln, Liebhabereien und den Kaiser von China.

NÖN: Diesen Samstag sind Sie wieder in der Bühne im Hof zu Gast. Was gibt’s da zu sehen?

Hosea Ratschiller: Es gibt Kabarett, nach bewährter Hexenformel: Witze, Verkleidungen und gekühlte Getränke. Eiskalt serviert vom Studienabbrecher der Herzen.

Der Titel Ihres Solos, „Heute“, klingt ein bisschen nach 19 Uhr und ZDF. Nachrichten gibt’s aber keine, oder doch?

Ratschiller: Der Abend ist eine Liebhaberei. Zwischen zwei Soloprogrammen spiele ich gern auf ausgewählten Lieblingsbühnen. Und zwar jeweils das, worauf ich an dem Tag gerade Lust habe. So entstehen ganz neue Geschichten, die gibt es nur ein einziges Mal zu sehen. Nämlich „Heute“.

Im „Allerletzten Tag der Menschheit“, mit dem Sie zuletzt da waren, gibt’s zwar keinen Weltkrieg, aber jede Menge andere Kämpfe. Darf man sich über die lustig machen? Muss man sich über die Gedanken machen?

Ratschiller: Die Figuren aus dem „Allerletzten Tag“ spiele ich alle sehr gern. Gut möglich, dass die eine oder andere in St. Pölten vorbeischaut. Und ja, ich glaube, man darf sich über alles lustig machen. Als Komiker muss man sogar. Sonst verlangt das Publikum zu Recht sein Geld zurück. Wer dagegen ist, dass auch Witze über Krieg gemacht werden, sollte ein Waffenverbot fordern.

Begonnen haben Sie im Radio als Karatekämpfer oder als Beschwerdefachmann. Dann haben Sie viel im Fernsehen gespielt und auch geschrieben. Und zuletzt waren Sie sogar im Kino, in „Harri Pinter, Drecksau“ mit Juergen Maurer. Wie war das? Und was hat die Bühne, was der Kamera fehlt?

Ratschiller: Die Bühne braucht Spielpraxis. Aber ob eine Geschichte für die Bühne was taugt, das erfährt man erst vom Publikum. Es gibt also gar kein Solokabarett. So ein Abend ist immer eine Zusammenarbeit. Die Dreharbeiten zum Harri Pinter waren eine wunderbare Erfahrung. Vorher hab’ ich schon ziemlich gezittert.

Und was kommt als Nächstes?

Ratschiller: Ab April darf ich in ORFeins wieder eine neue Staffel „Pratersterne“ präsentieren. Die Gästeliste ist sagenhaft gut. Ich kann’s kaum erwarten. Im Herbst gibt’s ein neues Kabarett-Solo. Und 2020 werde ich dann zum Kaiser von China gekrönt.

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