Julian Adam Pajzs über Hühner und Einsatzkommandos. Julian Adam Pajzs, Gitarrist und Band-Gründer, sprach mit Michaela Fleck über Hühner, Hochglanz und Einsatzkommandos.

Von NÖN Redaktion und Michaela Fleck. Erstellt am 15. Januar 2019 (01:14)
Julian Adam Pajzs, Gitarrist und Band-Gründer, sprach mit Michaela Fleck über Hühner, Hochglanz und Einsatzkommandos. Antonia Renner
Antonia Renner

NÖN: Diese Woche spielen Sie mit Ihrer Band in St. Pölten, in Baden und in Deutsch-Wagram, nächstes Monat in Waidhofen/Thaya und Amstetten. Was gibt’s da zu hören? Jazz? Punk? Rock? Oder irgendwas dazwischen?

Julian Adam Pajzs: Irgendwas dazwischen und alles auf einmal! Es sind Stücke von uns, die wir aber für die beiden Programme bearbeitet haben.

Der Titel des einen, „Die Letzten ihrer Art“, kommt aus der Literatur. Und klingt mehr nach Charles Darwin als nach Miles Davis. Was haben denn Tiere mit Tönen gemeinsam?

Pajzs: Unsere Bassklarinette, die ist ein schreiendes Rudel Hühner. Die Gitarre ist dagegen ein schwierigerer Fall, die macht mehr die Waldgeräusche … Aber unsere Musik ist grundsätzlich humoristisch angelegt – wie die Texte von Douglas Adams.

Stichwort: Texte. Frontfrau oder Spezialgast in diesem Programm ist Ihre Mutter, Schauspielerin Adele Neuhauser. Die liest von Tieren und von Menschen. Und die hat einmal gesagt, Ihr Projekt sei für sie ein „Seelenprogramm“. Was ist es für den Sohn?

Pajzs: Ich denke, dass es extrem anders wäre mit jemand anderem. Es ist absolut professionell, die Adele ist auch eine der professionellsten Personen, die ich kenne. Auf der Bühne haben wir einen Job zu erledigen. Da haben wir schon einen hohen Anspruch.

Sänger(innen) gibt’s bei Edi Nulz keine. Bassisten auch nicht. Dafür eine Bassklarinette. Ein Drumset. Und eine Baritongitarre. Macht es das schwieriger?

Pajzs: Es ist eine andere Arbeit. Ich muss sehr viele Dinge gleichzeitig machen. Man ist ein kleines, agiles Einsatzkommando!

Das Trio mit dem ritterlichen Namen Edi Nulz gibt’s jetzt seit acht Jahren und vier Alben. Und ist vom Thayataler Folkclub über die Leipziger Kulturfabrik bis zum Wiener Musikverein zu hören. Wie wichtig ist der Ort?

Pajzs: Der ist sehr wichtig. Und es macht einen Riesen-Unterschied. Ich mag’s auch ganz klein und schmutzig. Aber Edi Nulz ist vor allem mit Adele ja eher Hochglanz!

Was kommt als Nächstes?

Pajzs: Wir arbeiten schon an einem neuen Programm. Und das nächste Album kommt vielleicht im nächsten Jahr …

www.cinema-paradiso.at; www.folkclub.at