Lou Asril: "Ich mach’s halt gerne spannend". Lou Asril, 20, Soul-Sänger aus Seitenstetten, sprach mit Sabrina Luger über Gefühle, Ziele, Awards und R’n’B.

Von Sabrina Luger. Erstellt am 29. April 2020 (02:54)
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Lou Asril
Alexander Gotter

NÖN: Erst mal: Gratulation zu gleich zwei Nominierungen bei den Amadeus Awards 2020! Letztes Jahr sind Sie dort ja auf der Bühne gestanden. Hätten Sie gedacht, dass Sie dieses Jahr auf der Nominiertenliste stehen?

Lou Asril: Gedacht hab ich es mir nicht. Aber ich hab mir vorgestellt, dass das ziemlich cool wäre, wenn ich es schaffe! Es war keine direkte Motivation von mir, aber ich schätze es wirklich sehr, dass ich heuer nominiert worden bin.

Bei den FM4 Awards ist es ja so, dass der Künstler mit den meisten Publikums-Votes gewinnt. Sie waren einer von fünf Finalisten. Wie fühlt es sich an, zu wissen, dass man so viele Fans hat, die für einen voten?

Asril: Das ist natürlich sehr nett. Es ist eine schöne Bestätigung, dass den Leuten taugt, was ich mache. Und das motiviert mich natürlich weiterzumachen, auf jeden Fall!

In Ihren Songs geht es viel um Selbstfindung, Akzeptanz, auch um Sex. Was inspiriert Sie?

Asril: Hauptsächlich ich selbst. Also das, was ich erlebt habe, was ich erleben wollte, meine Gedanken und Gefühlsebenen, Konversationen mit anderen Leuten. Zumindest sind meine Songs, die ich bis jetzt geschrieben habe, so entstanden. Bei dem einen ist alles autobiografisch, bei dem anderen nur der Chorus. Ich mach’s halt gerne spannend, dann schmück’ ich’s aus [lacht].

„Divine Goldmine“ war Ihre erste Single, die große Wellen geschlagen hat. Und pünktlich zum 20. Geburtstag ist Ihr erstes Minialbum erschienen. Was sind Ihre weiteren Ziele?

Asril: Ziele habe ich gerade nicht wirklich. Einfach immer mehr Musik machen und weiterhin schreiben. Es wird sich über den Sommer noch etwas tun. Es wird jedenfalls noch ein Album kommen. Ob vor dem Album noch was kommt oder nachher, das weiß ich noch nicht, wenn ich ehrlich bin.

Sie arbeiten ja mittlerweile international, oder? Wie funktioniert das für einen niederösterreichischen Musiker?

Asril: Ich arbeite jetzt an weiteren Songs, auch mit Produzenten in Deutschland. Aber ich glaube, es gibt überall Vor- und Nachteile. In Niederösterreich Musiker zu sein ist wie überall auf der Welt: Du musst halt schauen, was geht und was nicht. Natürlich ist Österreich jetzt nicht der Weltmarkt für R’n’B und Soul!