Lukas Pawek: „Die spaßige Seite des Klimaschutzes“

Windrad-Festival-Initiator Lukas Pawek sprach mit Sophie Kronberger über luftige Höhen, grüne Events und frische Beats.

Erstellt am 02. Dezember 2021 | 05:40
Lesezeit: 2 Min
440_0008_8241139_noe48nachgefragt_lukas_pawek_c_a_serra.jpg
Lukas Pawek von der IG Windkraft ist Ideengeber des weltweit ersten Windrad-Festivals.
Foto: A. Serra

NÖN: Beim Windrad-Festival gibt es Musik auf Windrädern. Das Finale findet am 9. Dezember statt. Wie wird das?

Lukas Pawek: Tolle Musik gibt es beim Windrad-Festival nicht nur auf Windrädern, sondern auch in und davor, und das bei laufendem Betrieb. Am 9. Dezember werden spektakuläre Aufnahmen vom 140 Meter hohen Windrad der Windkraft Simonsfeld im Weinviertel zu sehen sein. Das Finale ist online, genauso wie die drei Aufzeichnungen im Frühjahr und Sommer. Diesmal gibt es Musik von Max the Sax und dem DJ-Duo MÖWE, ihre Sets wurden direkt in der Gondel aufgezeichnet. Nicht nur musikalisch, auch visuell ist das ein Hingucker.

Wie kam es überhaupt zur Idee des Windrad-Festivals?

Pawek: Mir war es wichtig, dass man Klimaschutz auch mal von der spaßigen Seite betrachtet. Die Energie, die es für das Festival benötigt, kommt natürlich von den Windrädern selbst. Und Plan war es auch, im ersten Lockdown etwas Neues entstehen zu lassen, um Musikern und Musikerinnen eine Plattform zu geben. Das Windrad-Festival ist übrigens weltweit das erste seiner Art. Den Anfang haben im Mai DelaDap und Camo & Krooked im Windrad Lichtenegg gemacht. Im Wien Energie Kunstwindrad gab es dann frische Beats von Therese Terror, Anna Ullrich und Joyce Muniz. Beim Finale hat meine Kollegin Vanessa Leisser die Projektleitung übernommen.

Was macht das Event, neben der verwendeten Windenergie, so umweltfreundlich?

Pawek: Dadurch, dass das Windrad-Festival rein online ist, entfallen die Anfahrtswege der Gäste beziehungsweise Zuschauer. Mehr als 700.000 Views haben die vergangenen Aufzeichnungen bereits, stellen Sie sich vor, diese Menschen würden alle vor Ort sein! Die Künstler und Künstlerinnen und wir vom Team sind entweder öffentlich zu den Windrädern gefahren oder haben Fahrgemeinschaften gebildet. Außerdem haben wir Wert auf regionales Essen gelegt und hatten umweltfreundliche Toiletten. Wir freuen uns sehr, dass unser Windrad-Festival als eines von drei Best-Practice Beispielen von der „Green Events Initiative“ des Klimaministeriums und der Stadt Wien ausgezeichnet wurde.

www.windrad-festival.at