Marcus Ganser: „Immer den Moment leben“

Regisseur Marcus Ganser sprach mit Gina Christof über Theater und das Leben.

Erstellt am 13. Januar 2022 | 05:27
Lesezeit: 1 Min
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Marcus Ganser ist Regisseur, Schauspieler und Bühnenbildner.
Foto: zVg

NÖN: Am 15. Jänner feiert das Musical „Avenue Q“ unter Ihrer Regie im Stadttheater Mödling Premiere. Das Besondere: Mit auf der Bühne sind auch Puppen. Warum dieses Stück?

Marcus Ganser: Ich wollte gerade in der Zeit der Pandemie etwas Musikalisches inszenieren. Mit „Avenue Q“ habe ich ein Musical gefunden, das nicht nur das Positive zum Ausdruck bringt, sondern auch ehrlich und zynisch mit vielen Situationen umgeht. Letztlich ist die Aussage, dass man den Moment leben und genießen sollte – denn im Leben ist alles nur für den Moment. Auch Covid.

Sie sind schon seit über 25 Jahren mit dem Theater zum Fürchten und Mödling verbunden. Was ist hier besonders?

Ganser: Man ist nicht nur Regisseur oder Schauspieler, sondern überall eingebunden. Es ist wie eine Großfamilie – es wird viel gestritten, aber man versöhnt sich wieder. Ich bin auch mit Bruno Max eng verbunden und schätze, dass er immer versucht, alles möglich zu machen, was für das Stück dienlich ist.

Sie sind Regisseur und Schauspieler – und bauen auch Bühnenbilder. So etwa im Herbst zur gleichen Zeit bei den Festtagen Blindenmarkt und in der Staatsoper. Wie geht sich das alles aus?

Ganser: Ja, der Herbst war schon heftig. Ich habe nur gedacht, wenn ich den September überlebe, dann überlebe ich viel.

Was wünschen Sie sich gerade in diesen Zeiten für die Kultur?

Ganser: Unabhängig von Covid wünsche ich mir mehr Zuspruch, ich würde gerne mehr Politiker in Vorstellungen sehen. Kunst und Kultur bekommen zwar oft Lippenbekenntnisse – aber das reicht nicht.

www.theaterzumfuerchten.at