Erstellt am 01. Mai 2018, 00:10

von Michaela Fleck

Markus Freistätter über Glückssachen und Rotzbuben. Markus Freistätter, Theater- und Film-Schauspieler, sprach mit Michaela Fleck über Glückssachen, Hochschaubahnen und Rotzbuben.

Markus Freistätter  |  Patrick Neußl

NÖN: Diesen Sonntag sitzt ganz Europa im Kino, um den Young Audience Award zu vergeben. Zum zweiten Mal ist St. Pöltens Cinema Paradiso mit dabei. Und dort werden auch Sie als Gast erwartet. Wie wird das denn?
Markus Freistätter: Ich hoffe, es wird voll, bunt und laut!

Die Filme, die Europas Filmakademie nominiert hat, kommen aus Finnland, Italien und Burkina Faso. Und drehen sich um Steckenpferde, Heimatgefühle & Familiengeschichten. Welcher ist Ihr Favorit? Und welcher österreichische Film gehörte auch noch auf die Liste?
Freistätter: Ich werde natürlich jetzt keinen Favoriten nennen! Aber für mich sind alle drei spannend. Es sind die Themen, die die Kids in dem Alter beschäftigen. Und von den österreichischen Filmen müssten sowieso alle auf der Nominiertenliste stehen!

Mit 27 sind Sie zum Mitvoten knapp zu alt – das dürfen beim Young Audience Award nur Kids zwischen 12 und 14, live von Island bis Israel. Wie kriegt man die sonst ins Kino?
Freistätter: Ich glaube, die Geschichten sind wichtig. Und ob ich mich hineinfühlen kann. Junge Schauspieler sind auf jeden Fall ein Türöffner. Film ist zwar Unterhaltung, aber Film ist auch wichtig für die Gesellschaft, für die Themen, die er aufgreift.

Sie waren ja auch gerade im Kino zu sehen – in Dominik Hartls „Die letzte Party deines Lebens“ und in Reinhold Bilgeris „Erik & Erika“, da spielten Sie die viel gelobte Hauptrolle. Das klingt nach einer steilen Karriere …
Freistätter: Es ist keine Glückssache, es ist ein ständiges An-sich-Arbeiten. Es ist wie eine Hochschaubahn, man weiß nie, wann die nächste Kurve kommt. Und noch unterschiedlicher geht’s nicht, wie bei mir. Das ist auch das Besondere: Es ist alles möglich!

Sie sind auch das jüngste Mitglied in Österreichs Filmakademie. Wie wichtig ist die?
Freistätter: Die ist absolut wichtig. Die wertet das auf, was wir tun, auch mit Preisen, und die zeigt, dass wir können.

Gespielt haben Sie aber auch schon unter Paulus Manker in Wiener Neustadt oder bei Marcus Strahl in Weißenkirchen. Bleiben Sie jetzt beim Film? Und was kommt als Nächstes?
Freistätter: Das Theater würde ich nie aufgeben wollen. Meine allererste Rolle war 2013 in Weißenkirchen. Jetzt drehe ich gerade in Altaussee mit Fritz Karl und meiner Studienkollegin Verena Altenberger, da spiele ich einen Nationalsozialisten. Und nächstes Jahr kommt „Rotzbub“ über Manfred Deix. Ich will alles spielen und erfahren und erleben!

Young Audience Award, 6. Mai, Cinema Paradiso St. Pölten.