Mercedes Echerer über Galas, Ämter & grüne Filme. Mercedes Echerer, Schauspielerin und Wahl-Niederösterreicherin, sprach mit Michaela Fleck über Galas, Ämter, grüne Filme & rumänisches Roulette.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 03. Dezember 2019 (01:39)
Mercedes Echerer
Picha

NÖN: Diesen Mittwoch werden die Nominierten für Österreichs jüngsten Filmpreis bekannt gegeben. Und das Programm für Österreichs jüngste Filmpreisgala. Wie wird die?

Mercedes Echerer: Es ist natürlich jedes Jahr spannend, vor allem nach den Nominierungen. Und die Gala hat ja schon eine kleine Tradition. Wir widmen uns dieses Mal auch den Umweltproblemen. Das Green Filming hat Österreich auch endlich erreicht – im Bewusstsein, umgesetzt wird ohnehin schon viel, aber es gibt noch Verbesserungsmöglichkeiten. Wir versuchen, vorbildlich zu sein, nicht nur mit Inhalten.

Zum Feiern gibt es diesmal auch eine Filmakademie. Die wird im Jänner 10. Ist das ein Grund zum Anstoßen? Zum Weitermachen?

Echerer: Auf jeden Fall! Es ist auch ein Grund, Danke zu sagen – den Ideengebern und den Gründermüttern und -vätern. Aus dem Nichts wurde vor zehn Jahren unsere erste Gala gezaubert – es war ein Fest!

Im internationalen Vergleich ist Österreichs Filmakademie noch recht jung. Was bracht die – vor zehn Jahren und heute?

Echerer: Österreich hat ja nicht die Möglichkeiten wie etwa Frankreich, wir sind ein viel kleinerer Markt, es ist einfach weniger Geld da. Aber es ist eine Ansage, auf das Kino hinzuschauen. Und eine Chance, unsere Geschichte zu erzählen. Deswegen ist die Akademie als Plattform so wichtig, weil da auch alle Partner, wie zum Beispiel Verleiher, Kinobetreiber kooperieren.

Österreichs Filmakademie hat seit kurzem auch eine neue Obfrau: Mercedes Echerer.

Echerer: Ich war ja lange Obmann-Stellvertreterin. Und dann haben wir einen neuen Vorstand gewählt, und die Kolleginnen haben mich gefragt, ob ich das machen will. Diese ehrenamtlichen Tätigkeiten sind Verantwortung – aber auch eine Ehre.

Vor den Kulissen waren Sie zuletzt mehr im TV als im Kino zu sehen. Woran liegt das?

Echerer: Das ist eine Sache des Angebots. Aber ich würde mich freuen, wenn’s wieder einmal klappt!

Und was kommt als Nächstes?

Echerer: Ich hab’ mir selber eine Geschichte geschrieben, „Rumänisches Roulette“, mit neun unglaublich tollen Musikern – damit gehen wir nächstes Jahr wieder auf Tour.