Peter Rosmanith: Hatten jetzt Lust auf "Eigenes". Peter Rosmanith, Percussionist und gebürtiger Gmünder, sprach mit Michaela Fleck über den Teufel und das Geschichten-Erzählen.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 25. Februar 2020 (05:29)
Peter Rosmanith, Percussionist und gebürtiger Gmünder, sprach mit Michaela Fleck über den Teufel und das Geschichten-Erzählen.
Ringhofer

NÖN: Diesen Samstag gibt’s in St. Pölten eine Österreich-Premiere – mit Ihnen, Otto Lechner & Klaus Trabitsch. Was gibt’s da zu hören?

Peter Rosmanith: In erster Linie Lieder von Klaus und Otto und vielleicht noch ein paar Instrumentalstücke von mir. Und wenn’s uns einfällt, dann werden wir noch die eine oder andere Coverversion einstreuen. Es ist diesmal wirklich „Unseres“, und wir hatten jetzt Lust auf „Eigenes“.

Der Titel, „Lieder über Gott und Teufel“, klingt ja ein bisschen nach Himmel. Und Hölle. Gebetet wird aber nicht, oder doch? Und gibt’s da auch Menschen, in Ihren Liedern?

Rosmanith: Gott und Teufel stehen auch als Symbole für Gut und Böse, Schön und Hässlich, für alles, was es gibt auf dieser Welt. Und in manchen Liedern kommen der Teufel und Jesus auch in persona vor…

Die zwei, mit denen Sie da – wieder – zusammenspielen, sind jeder für sich außergewöhnliche Solisten. Wie funktioniert das im Trio?

Rosmanith: Klaus Trabitsch und Otto Lechner sind tatsächlich zwei langjährige Weggefährten, ich glaub, ich hab vor 30 Jahren zum ersten Mal mit ihnen gespielt. Und das sind auch Menschen, bei denen es nicht um Hierarchien geht, da gibt’s kein Star-Gefälle, da probiert man gemeinsam. Und wir können auch die Geschichten nur gemeinsam erzählen.

Sie sind dabei für die Percussion zuständig – wobei das übers „Trommeln“ weit hinausgeht. Da gibt’s Cajóns und Balaphons, arabische Trommeln und indische Tablas, und, natürlich, das Hang. Was haben die, was Snare und Base Drum fehlt?

Rosmanith: Das hat sich so entwickelt. Ich hab mit 15 angefangen, mit einem ganz normalen Schlagzeug, und ganz langsam mein Instrumentarium erweitert. Diesmal wird’s sicher ein Hang geben, eine Cajón, ein Udu und eine Snare Drum.

Gespielt haben Sie aber auch schon Weihnachtliches (mit Erwin Steinhauer), Kulinarisches (als „Brot & Sterne“ mit Matthias Loibner), fürs Radio, für die Bühne und sogar fürs Kino. Was kommt als nächstes?

Rosmanith: Womit ich mich gerade sehr stark beschäftige, ist Literatur. Und das neue Programm werden wir jetzt sicher lange spielen, aber das lassen wir langsam wachsen…

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