Rudi Roubinek über seine Rolle als Kaiser. Rudi Roubinek, Kabarettist, Schauspieler und Autor, sprach mit Carina Rambauske über seine Rolle als Kaiser auf der Rosenburg. 

Von Carina Rambauske. Erstellt am 25. Juni 2019 (00:17)
Stöcher
Rudi Roubinek

NÖN: Diesen Donnerstag feiern Sie in der Sommernachtskomödie Rosenburg Premiere. Das ist aber nicht die einzige Verbindung, die Sie zu Niederösterreich haben ...
Rudi Roubinek: Ich lebe seit fünf Jahren in einer kleinen Ortschaft hinter Kirchberg am Wagram. Meine Familie mütterlicherseits kommt aus dem Weinviertel, rund um Laa an der Thaya, weshalb es seit Kindheitstagen eine Sehnsucht ist, dort zu sein. Das Weinviertel ist einfach mein Zuhause.

Hierzulande kennt man Sie vor allem durch Ihre Rolle des Seyffenstein in der TV-Serie „Wir sind Kaiser“. In „Amadeus“ auf der Rosenburg sind Sie bis Ende August als Kaiser Jospeh II. zu sehen. Freuen Sie sich auf diese Rollenumkehr?
Roubinek: Das Spannende an Figuren wie dem Kaiser ist das gottgleiche Agieren. Die Dramatik – vor allem im zweiten Teil des Stücks – geht an Joseph II vorüber: Salieri verzweifelt am Talent Mozarts. Der Kaiser kriegt davon nichts mit, da für ihn alle nur Hofschranzen sind. Er taucht auf, redet irgendeinen Unfug und geht wieder. Das ist schon sehr faszinierend.

Zwei Mal haben Sie schon die Romy für die beste Programmidee bekommen – 2008 für „Wir sind Kaiser“ und 2016 für „Bist Du deppert!“. Warum zieht es Sie vom Schreibblock auch vor die Kamera bzw. auf die Bühne?
Roubinek: Den Gedanken zu Ende denken: Das hat mich ursprünglich auf die Bühne gebracht. Man denkt sich etwas aus, schreibt und präsentiert es auch selber. Damit ist der Gedanke zu Ende gedacht. Je länger ich das mache, desto neugieriger bin ich aber auch, alles auszuprobieren.

Zuletzt waren Sie 2015 als Frosch in der „Fledermaus“ in der Sommerarena Baden zu sehen. Warum machen Sie neben TV-Produktionen auch das gerne – Theater spielen?
Roubinek: Die Leute, mit denen ich Fernsehen mache, kenne ich schon lange. Beim Theater lernt man das Ensemble erst kennen. Fernsehen funktioniert auch anders. Im Theater gibt es erstens kein zweites Mal, da alles in Echtzeit passiert, und zweitens wird dem Zuschauer beim Fernsehen die Perspektive auferlegt. Im Theater entscheidet er selber, wohin er schaut – und durch die Rundbühne auf der Rosenburg wird das noch einmal ganz spannend.

 

www.sommernachtskomoedie-rosenburg.at