Ursula Leutgöb: „Das Leben hat mir viel Gutes geschenkt“

Die Liedermacherin Ursula Leutgöb sprach mit Gina Christof über Musik, Frauenpower und soziales Engagement.

Erstellt am 07. Januar 2022 | 05:13
Lesezeit: 2 Min
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Die Eichgrabnerin Ursula Leutgöb schreibt Lieder für Klein und Groß und engagiert sich sozial.
Foto: Nora Schwarzinger

NÖN: Was möchten Sie mit Ihren Liedern ausdrücken?

Ursula Leutgöb: Lieder schreiben ist für mich ein Weg, mir selbst klarer zu werden über das, was ich in meiner kleinen und in der großen Welt wahrnehme, erlebe, beobachte, was mir Sorgen, mich glücklich oder wütend macht. Es ist auch eine Möglichkeit, Haltung zu zeigen, Stellung zu beziehen. Und es ist ein Teilen von Geschichten mit allen, die sie hören wollen und die dann sowohl Eigenes, Vertrautes als auch neue Perspektiven darin finden.

Vor fünf Jahren haben Sie die „Famosen Frauen“ gegründet. Was ist das Besondere an dieser Musikerinnen-Gruppe?

Leutgöb: Viele coole Projekte entstehen einfach so. Ungeplant. So auch „Die Famosen Frauen“. Plötzlich war die Idee da, einmal eine reine „Frauensache“ zu machen. Das Besondere an dieser Formation ist die geballte Frauenenergie. Und auch die Art und Weise, wie wir unsere individuellen Talente und Handschriften miteinander verbinden.

Was gibt es als Nächstes zu sehen?

Leutgöb: Die Corona-Bremse spüre ich weiterhin, dennoch ist für 2022 einiges geplant: vier Konzerte mit den „Famosen Frauen“ – das erste davon am 6. März in der Kulturszene Kottingbrunn, eine Theateraufführung mit der Schaustellerei Maria Anzbach und Kinderliederworkshops mit Religions- und Kindergartenpädagogen.

Besonders am Herzen liegt Ihnen soziales Engagement. Wie zeigt sich das in Ihrer Kunst?

Leutgöb: Das Leben hat mir viel Gutes geschenkt. Dafür bin ich dankbar und möchte etwas zurückgeben – beispielsweise mit meinen CD-Adventaktionen, mit denen ich immer auch einen „guten Zweck“ unterstütze. Heuer war das ein Schulbusprojekt in Afrika. Das ist eines meiner Herzensprojekte: die Geschichte von Emmanuel Antiga, die auch Murnbergers Film „Der schwarze Löwe“ erzählt. Als Antiga 2006 nach Nigeria abgeschoben wurde, haben wir ihm versprochen, ihn nicht im Stich zu lassen. Mittlerweile leitet er die Unterstufe an der Holy Trinity Schule in Uromi, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Die Familie und die Schule brauchen laufend Unterstützung und freuen sich über Spenden auf das Konto „Emmanuel“, AT64 3266 7000 3220 4349.