Verena Scheitz: „Singen ist immer etwas Positives“

Erstellt am 16. Juni 2022 | 04:52
Lesezeit: 3 Min
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Gibt ab 17. Juni die Josepha im „Weißen Rössl“: Schauspielerin und Kabarettistin Verena Scheitz.
Foto: Stephanie Zinz-Ewers
Schauspielerin Verena Scheitz sprach mit Sophie Kronberger über Operetten, Kultrollen und Vorbilder.
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NÖN: Ab diesem Freitag spielen Sie die Wirtin im „Weißen Rössl“ in der Sommerarena in Baden. Eine Kultrolle in einer absoluten Kultoperette. Wie spielt es sich denn in dieser Version des Rössls?

Verena Scheitz: Es ist eine sehr bunte, farbenfrohe Version, angesiedelt in den 50er- und 60er-Jahren, aber gleichzeitig ist sie traditionell und so inszeniert, wie man es kennt und erwartet. Die Rolle der Josepha ist von so vielen wunderbaren Schauspielerinnen geprägt und gezeichnet. Diese Vorbilder machen aber auch gleichzeitig die Schwierigkeit der Rolle aus. Die Regisseurin Isabella Gregor führt das wunderbar.

Das Lustspiel ist ja schon knapp 130 Jahre alt. Woher kommt denn diese ununterbrochene Faszination für das Weiße Rössl, auch für Sie?

Scheitz: Weil es in einer Gegend spielt, die fast unverändert geblieben ist. Dieses Naturjuwel macht den Zauber des Stückes aus. Das Buch ist unfassbar gut geschrieben. Die Figuren sind zeitlos, diese Typen wie den Ober, der gutes Trinkgeld machen will, findet man nach wie vor. Und dann ist da natürlich die wunderbare Musik. Jedes einzelne Lied ist ein Hit.

Darum gibt es ja auch ein Sing Along am 26. August für alle, die ihr Herz so richtig an das Weiße Rössl verloren haben. Wie wird das denn?

Scheitz: So etwas habe ich noch nie gemacht, ich freue mich darauf. Ich will auch, dass alle mitsingen und mitgrölen. Je lauter, desto besser. Singen ist immer etwas sehr Positives, das erzeugt eine Schwingung im Kopf, die dich nie negativ oder traurig zurücklässt.

Zu hören gibt es Schlager, Walzer und Foxtrott vermischt mit Volksmusik. Was macht Ihnen denn davon am meisten Spaß?

Scheitz: Alles! Ich bin überhaupt sehr traurig, ich würde ja gerne alles singen. Ich bin eine große Verfechterin der Operetten der silbernen Ära, auch der blechernen Ära. Es ist genau meine Musik, mit der bin ich auch aufgewachsen, denn mein Großvater und auch mein Vater waren sehr operettenaffin. Es ist wunderschön, wieder im weißen Rössl zu spielen. Die Rolle der Klärchen habe ich schon vor rund 30 Jahren gespielt.

Was kommt als Nächstes?

Scheitz: Eine weitere Operette, nämlich die „Fledermaus“, ab 17. Dezember auchinBaden. Ansonsten mache ich einige Benefiz-Veranstaltungen. Das nächste Kabarett kommt frühestens im Herbst nächsten Jahres.

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