Erstellt am 05. Dezember 2014, 07:02

von Verena Randolf

Natalia Ushakova: Diva mit Bodenhaftung. Von Verena Randolf Oft zu Hause ist Opernsängerin Natalia Ushakova nicht. Deswegen lässt sie sich auch nicht auf einen Hauptwohnsitz festnageln: „Vor sechs Jahren habe ich ein Haus am Semmering gekauft“, erzählt sie, „aber leben tue

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Oft zu Hause ist Opernsängerin Natalia Ushakova nicht. Deswegen lässt sie sich auch nicht auf einen Hauptwohnsitz festnageln: "Vor sechs Jahren habe ich ein Haus am Semmering gekauft";, erzählt sie, "aber leben tue ich hauptsächlich auf der Bühne! Der Semmering ist der Ort, wo ich Energie tanke, ich liebe dieses Haus und fühle mich sehr willkommen!“

Ganz fertig ist ihr Rückzugsort noch nicht, von Beginn an wurde fleißig renoviert und umgestaltet – ein Ende der Arbeiten ist aber noch nicht in Sicht: „Das liegt einfach daran, dass wir alles selber machen!“, erzählt die Sängerin. „Das macht mir Spaß! Ich bin handwerklich nicht ungeschickt und ich mag diese Tätigkeit einfach. Deswegen habe ich übrigens auch keine Putzfrau!“

Der austro-russische Weltstar ist am Boden geblieben – den Beginn ihrer Karriere finanzierte sich die gebürtige Usbekin an der Seite von Kollegin Anna Netrebko – mit Putzen im St. Petersburger Mariinsky-Theater. Heute wird sie auf den großen Bühnen dieser Welt herumgereicht.

Gute Laune trotz Probendrucks

Die Laune lässt sie sich trotz großen Probendrucks nicht verderben. Nur das mit dem Kofferpacken geht ihr ab und an auf die Nerven: „Das mit den Kostümen ist oft nicht so einfach!“ plaudert sie, „Ich habe grundsätzlich immer Übergepäck, weil ich zwischen den Proben und Konzerten ja nicht nach Hause zurückkomme!“

Geprobt wird immer an mehreren Auftritten gleichzeitig. Im Moment bereitet sich Ushakova auf ihre Rolle als „Salome“ an der Slowenischen Nationaloper vor: „Salome ist ein 14-jähriges Mädchen! Für die Rolle muss man also nicht nur gut singen, sondern auch richtig gut aussehen! Sexy!“ Nebenbei probt sie für ihre Auftritte im Rahmen von „Christmas in Vienna“. „Da singe ich dann ,Leise rieselt der Schnee‘ und ,Kling, Glöckchen, kling!‘“, lacht sie, „darauf freue ich mich schon!“

Semmering als Rückzugsort

Wohin genau am Semmering sie sich nach den überstandenen Auftritten zurückzieht, will die sympathische Opern-Sängerin übrigens nicht verraten: „Lieber nicht! Ich finde es ganz gut, dass ich ungeschminkt im Pyjama in meinen wilden Garten gehen kann. Und das soll auch so bleiben!“