Nina Proll &„ihre bisher vielleicht beste Rolle“. Von Verena Randolf „Das freut mich natürlich sehr, dass die das schreiben!“, lacht die Waldviertler Schauspielerin Nina Proll und zwinkert: „Beste Rolle? Da will ich gar nicht widersprechen!“ Nina Proll spielt Eva: Seit Kurzem

Erstellt am 28. August 2013 (12:00)
NOEN, Robert Niederl

Von Verena Randolf

„Das freut mich natürlich sehr, dass die das schreiben!“, lacht die Waldviertler Schauspielerin Nina Proll und zwinkert: „Beste Rolle? Da will ich gar nicht widersprechen!“ Nina Proll spielt Eva: Seit Kurzem aus dem Gefängnis entlassen, sieht sie sich mit ihrer pubertierenden Tochter konfrontiert, die bis an die Grenze der Demütigung ihre Nähe sucht. „Prolls bisher vielleicht beste Rolle“, schreiben Kritiker.

Gutes Drehbuch gab Ausschlag für Engagement, Studentenprojekt schaffte es ins Kino

Noch vor dem offiziellen Kinostart am 13. September sorgt „Talea“ – das Langfilmdebüt von Regisseurin Katharina Mückstein – für Aufsehen: Bei Filmfestivals hochgelobt und 2013 mit dem Filmpreis der saarländischen Ministerpräsidentin ausgezeichnet.

Für Nina Proll ein Erfolg, der nicht ganz überraschend kommt: „Für mich war das gute Drehbuch das ausschlaggebende Kriterium, mitzumachen“, erinnert sie sich. „Und ich habe schon während der Dreharbeiten gemerkt, dass das ein toller Film wird!“

Ursprünglich als 40-minütiges Studentenprojekt geplant, schaffte der Film den Sprung ins Kino.

Knappes Budget und Verwandtschaft: Geschichte nach NÖ verlegt

„Das Budget war sehr beschränkt“, erzählt Proll. Und da sie kein Geld dabei verdiente, wollte sie die Arbeit zumindest mit ein bisschen Urlaub verbinden.

So wurde die Geschichte für Nina Proll kurzerhand ins Waldviertel verlegt: „Dort habe ich ein Haus, und meine Tante wohnt da. Die Dreharbeiten habe ich also ganz gut mit meinen Kindern und meiner Familie vereinbaren können.“

Gebürtige Haugschlagerin schloss Frieden mit „ihrem“ Waldviertel

Anstatt einen Berg zu besteigen, wie ursprünglich im Drehbuch vorgesehen, wandern Mutter und Tochter im Film nun durchs Waldviertel: „Ich habe der Regisseurin den Vorschlag gemacht“, erzählt die Schauspielerin, „sie hat sich dann ein paar Drehorte aus ,Braunschlag’ angeschaut und an der Idee Gefallen gefunden.“

Ihr eigenes Kriegsbeil mit der Herkunft hat die in Haugschlag aufgewachsene Schauspielerin mittlerweile begraben: „Durch die vielen Dreharbeiten im Waldviertel hab’ ich die Gegend wieder lieb gewonnen.“