Filmpreis 2021: Die Revoluzzer kommen. 16 Spielfilme, 41 Kurz- und Dokumentarfilme – und jede Menge Niederösterreicher – stehen auf der Nominiertenliste für Österreichs Filmpreis 2021. Gefeiert wird heuer am 8. Juli.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 06. Mai 2021 (05:46)

Eine hat schon einen. Die anderen drei haben zwar schon Musik-, Kabarett- und Schauspielpreise. Österreichs Filmpreis, der heuer schon zum elften Mal vergeben wird, hat noch keine(r). Musiker& Wahl-Waldviertler Manuel Rubey nicht. Theater-Schauspielerin & Wiener Neustädterin Julia Franz Richter nicht. Und Singer-Songwriterin & Oberretzbacherin Clara Luzia auch nicht.

Nominiert sind sie alle drei. Und Filmpreisträgerin, Kostümbildnerin und Laxenburgerin Veronika Albert auch. In vier von 16 Kategorien. Und drei von ihnen für einen Film, der nicht nur in Niederösterreich gedreht, sondern auch von Niederösterreich gefördert wurde: Johanna Moders Beziehungs- und Flüchtlings-Tragikomödie „Waren einmal Revoluzzer“. Damit ist der gleich sechsmal nominierte Streifen aber längst nicht der einzige mit NÖ-Bezug.

Allein von den drei Kandidaten für den „besten Spielfilm“ 2021 wurden alle drei auch in Niederösterreich gedreht. Einer davon, Evi Romens Außenseiter-Drama „Hochwald“ , ist mit neun Nominierungen der Favorit auf der diesjährigen Nominiertenliste, gefolgt von Sandra Wollners Androiden-Dystopie „The trouble with being born“ (sechs Nominierungen) und Arash T. Riahis auch in NÖ gedrehte Flüchtlingskinder-Geschichte „Ein bisschen bleiben wir noch“ (fünf Nominierungen).

Aber auch unter den „Besten Dokumentarfilmen“ finden sich gleich zwei mit NÖ-Bezug: Sabine Derflingers „Die Dohnal“ und Anja Salomonowitz’ „Dieser Film ist ein Geschenk“ über Ausnahmekünstler Daniel Spoerri. Und unter den „Besten Kurzfilmen“ spielt die für die „Beste weibliche Hauptrolle“ nominierte Julia Franz Richter gleich noch eine Hauptrolle: in Raphaela Schmids „Fische“.

Vergeben werden Österreichs Filmpreise 2021, für die es trotz Kino-Lockdowns sogar noch mehr Einreichungen als im Vorjahr gab, am 8. Juli – im Wiener Globe und „mit 550 Gästen vor Ort“, hofft Filmakademie-Geschäftsführerin Katharina Albrecht-Stadler. Denn: „Gerade in diesen Zeiten ist der Filmpreis ein ganz wichtiges Signal“, so Filmakademie-Präsidentin Ursula Strauss, die gerade mit Robert Dornhelm „Maria Theresia“ dreht.

Und 2022? „Freuen wir uns wieder auf die Gala in Grafenegg“, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Geplanter Termin: 30. Juni – „wir bleiben erstmal im Sommer“, so Katharina Albrecht-Stadler.