Behörden und Einsatzkräfte ziehen positive Bilanz. Bezirkshauptfrau: Festival wurde dem Motto "Feiern - mit Sicherheit" bestens gerecht - 68 Anzeigen bei der Polizeiinspektion Nova Rock.

Von APA Red. Erstellt am 18. Juni 2017 (13:08)
Martin Reiter

Mit den Auftritten von Green Day und David Hasselhoff ist in der Nacht auf Sonntag das Nova Rock in Nickelsdorf zu Ende gegangen. Nach dem musikalischen Großevent, das laut Veranstalter an vier Tagen insgesamt 225.000 Fans miterlebten, zeigten sich Behörde und Einsatzkräfte Sonntagmittag mit dem Ablauf zufrieden.

Seitens der Behörden stand das Nova Rock diesmal unter der Devise: "Feiern - mit Sicherheit". "Diesem Motto wurde das Festival bestens gerecht", stellte die Bezirkshauptfrau von Neusiedl am See, Birgit Lentsch, in einer Aussendung fest. Man habe sich sehr intensiv auf die Großveranstaltung vorbereitet und im Vorfeld alles getan, damit das Festival reibungslos über die Bühne gehen könne. Besonderes Lob fand sie für die "ausgezeichnete Zusammenarbeit" mit den Einsatzkräften, dem Veranstalter und der Gemeinde Nickelsdorf.

Mitarbeiter der BH ständig vorort

Von der Bezirkshauptmannschaft seien ständig bis zu zehn Mitarbeiter an Ort und Stelle gewesen. Auch seitens des Landes war man vorbereitet: In Eisenstadt war in der Landessicherheitszentrale ein Lagezentrum eingerichtet worden, das im Falle einer Krise oder Katastrophe durch eine 24 Stunden-Rufbereitschaft rasch als Koordinationsstab einsetzbar gewesen wäre.

Die Polizei bedankt sich zum Abschluss nochmals bei den Nova Rock Fans: "Nur mit der Mithilfe der einzelnen Festivalbesucher ist es auch gelungen, dass dieses Projekt 'Feiern mit Sicherheit' funktioniert hat", sagte Pressesprecher Helmut Greiner zur APA. Nicht alle Fans waren letztendlich in Feierlaune: Insgesamt 68 Anzeigen wegen strafrechtlicher Delikte wurden bei der Polizeiinspektion Nova Rock erstattet - zumeist wegen Diebstählen von Handys, Geldbörsen und Ausweisen, bilanzierte der Pressesprecher. Vereinzelt waren Besucher während der vier Tage auch handgreiflich geworden.

60 Alkolenker erwischt

"Leider hat es auch unbelehrbare Autofahrer gegeben", schilderte Greiner: 60 Lenker wurden mit überhöhten Blutalkoholwerten erwischt. Fünf von ihnen waren an Ort und Stelle ihren Führerschein los. Noch nicht zur Anzeige gebracht, weil noch Ermittlungen liefen, wurden einige Drogendelikte.

Am Sonntag bei der Abreise der Fans war der Verkehr nochmals zäh. Nicht alle Festivalbesucher zeigten dabei dieselbe Rücksichtnahme wie an den Tagen zuvor. Die Polizei war beim Nova Rock an den vier Tagen insgesamt mit rund 600 Kräften präsent. Darunter befanden sich auch Spezialeinsatzkräfte wie zum Beispiel Sprengstoffhundeführer.

Auch beim Roten Kreuz blickte man positiv auf das Festival zurück: Die Zusammenarbeit aller Beteiligten habe "reibungslose und einwandfrei" funktioniert. Von Mittwochabend bis Samstag um 20.00 Uhr haben die Helfer des Roten Kreuzes mehr als 2.700 Behandlungen vorgenommen, etwas mehr als im Vorjahr. "Wenn man jedoch bedenkt, dass es diesmal einen neuen Besucherrekord gab, hat sich die Anzahl der Behandlungen nur anteilsmäßig erhöht", so Pressesprecher Thomas Horvath.

Meist seien es kleinere Erkrankungen und Verletzungen gewesen, die von den Sanitätern und Ärzten versorgt werden mussten. Die meisten der zur Untersuchung ins Spital nach Kittsee gebrachten Patienten konnten wieder aufs Festivalgelände zurückkehren. Lediglich einen Patienten mit einer allergischen Reaktion und einen weiteren mit einer stark blutenden Wunde nach einem Sturz habe man unter Begleitung durch den Notarzt ins Krankenhaus bringen müssen.