Österliches Ratschen weiterhin populär. In den meisten Pfarren Niederösterreichs sind am Karfreitag und Karsamtag wieder die Ratschenkinder unterwegs. Vielerorts wird diese Tradition wieder aufgenommen.

Erstellt am 17. April 2014 (09:41)
Alte Tradition: Ratscher aus der Pfarre Aschbach (Bezirk Amstetten). Foto: Wolfgang Zarl
NOEN, Wolfgang Zarl
Meist sind es Ministranten, Jungscharkinder oder Kinder des Ortes, die das Ratschen in Absprache mit der Pfarre organisieren.

Im Schnitt gehen 15 bis 20 Kids und Jugendliche pro Pfarre. Beim Ratschen ziehen sie durch die Straßen der Dörfer und Ortsteile, um die Gläubigen mit unterschiedlichen Sprüchen an die Gebetszeiten und Andachten zu erinnert.

Der Überlieferung zufolge schweigen von Gründonnerstag nach dem Gloria den gesamten Karfreitag bis Ostern die Glocken bzw. deren Zungen, die Klöppel, da sie alle zur Beichte nach Rom geflogen seien. Es sollte damit wohl auch böse Geister vertrieben werden. Da die Kirchenglocken zumeist eine festliche Stimmung ausdrücken, ist deren Geläute in der Zeit der Grabesruhe Jesu nicht angebracht.

Was natürlich auch dazugehört: Die Bevölkerung der Diözese St. Pölten freut sich überwiegend über die Ratschenkinder und gibt gerne Süßigkeiten her, die dann unter den Kindern verteilt werden.