Erstellt am 23. März 2015, 10:26

von Michaela Fleck-Regenfelder

Oliver Rosskopf: Die Liebe zum Spielen. Er mag, was er tut. Und das ist auch in seinem Beruf keine Selbstverständlichkeit. Aber: "Ich lieb meinen Beruf", sagt Schauspieler Oliver Rosskopf. Und: "Ich lieb das Kino."

»Ich bin Niederösterreicher. Auch wenn in meinem Reise- pass als Geburtsort Wien steht. Auf der Rosenburg hab' ich auch schon gespielt. Im »Sommernachtstraum«, das war noch unter Angela Reyer, mit Manuel Rubey. Ich war Demetrius, er Lysander«: Oliver Rosskopf.  |  NOEN, Jan Frankl

Dort, genauer: bei der Grazer Diagonale, sind vergangenes Wochenende gleich drei Filme mit dem gebürtigen Weinviertler gelaufen. Und einer davon kommt diesen Freitag ins Kino. „Ma Folie“ heißt der. Ist „ein absolut österreichischer“ und „ein richtiger Arthouse-Film“.

Um Realität und Fiktion geht es in „Ma Folie“, in dem auch „Vorstadtweib“ und Nestroy-Preisträgerin Gerti Drassl spielt, um das Verrücktwerden und um das Geliebtwerden. „Es geht“, meint Oliver Rosskopf, „um Liebe. Und wie die auch ziemlich schief gehen kann.“

Liebe zum Spielen früh entdeckt

Seine Liebe, nämlich die zum Spielen, hat der 1981 in Prottes geborene schon früh entdeckt. Seine erste Rolle war ein Zwerg. Im Weihnachtsstück. Da war er gerade zwei. Mit 18 spielte er den „Jedermann“, in Weikendorf, im Laientheater.

Mit 26 war er Ensemblemitglied am St. Pöltner Landestheater. „Dort war ich sehr gern“, erzählt der ausgebildete Kindergärtner. Und dort blieb er auch, für fünf Jahre. Dann „wollte ich schauen, wie es mit dem Drehen ausschaut“.

„Man muss immer was Neues suchen!“

Weil: „Man muss immer was Neues suchen!“ Das kam, mit Andreas Schmieds „Die Werkstürmer“ mit Michael Ostrowski und Hilde Dalik, noch im selben Jahr. Und hörte nicht mehr auf.

Darüber „bin ich total froh“, meint der „Magister der Künste“ („Das klingt schon gut. Und das hilft auf dem Bewerbungsstapel“). Auch wenn es im Kino nicht so ist, „dass du dir ein goldenes Naserl verdienst“. Erst recht nicht, „wenn du fix in einem Theaterensemble bist“.

Fix ist Oliver Rosskopf seit Oktober im Globe Theatre, das Tausendsassa Michael Niavarani („Der kennt alle, und alle kommen“) für seinen „Richard III.“ im Wiener Schlachthof gebaut hat. „Da bin ich viele, König Heinrich VI., der Bürgermeister von London, ein Diener… Wir haben schon 42 Vorstellungen gespielt und sind bis Mai ausverkauft!“

Und danach? Kommt vielleicht ein „Folgestück“. „Bekommen wir im Juni unser drittes Kind“. Und: „Mag ich wieder einen Film drehen“, lacht Oliver Rosskopf. Und schreibt schon an zwei Drehbüchern, auch über Prottes…