Filmgenuss unter freiem Himmel beim Kesselhaus in Krems. Einmal im Jahr - heuer von 1. bis 18. Juli - übersiedelt das am Gelände der Donau-Universität gelegene Programmkino „Kino im Kesselhaus“ auf die benachbarte Wiese. Die größten Film-Highlights des Kinojahres, Klassiker und spannende Neuerscheinungen lassen sich so sommerlich unbeschwert auf großer Kinoleinwand unter freiem Himmel genießen.

Von Redaktion NÖN.at. Erstellt am 22. Juni 2021 (17:33)
Open Air Kino vorm Kesselhaus
Open Air Kino vorm Kesselhaus
Wolfgang Simlinger; www.simi.at

Das wunderbare Ambiente changiert zwischen Weinbergen, alter Industriearchitektur und modernem Uni-Campus. Kein Wunder also, dass die Stadtzeitung Falter einmal schrieb: „Die schönste Open-Air-Location befindet sich in Krems.“ Ein Highlight des Kremser Kultursommers!

Sehr erfreulich, dass das Open Air Kino auch im Corona-Ausnahme-Jahr 2021 möglich ist. Gezeigt wird ein vielfältiges Programm aus 2020 und 2021 produzierten, sehenswerten Spielfilmen und Dokumentationen, die sich nun endlich auf der Kinoleinwand erleben lassen. Es sind auch viele lange ersehnte Filme als Previews im Programm, deren eigentlicher Kinostart ist erst im Herbst ist. 16 Abende stehen im Zeichen von faszinierenden Bildern und großer Schauspielkunst, berührenden Geschichten und feiner Komik, mitreißenden Biografien und brennenden Themen unserer Zeit.

Darunter finden sich preisgekrönte Produktionen wie das nicht nur in Venedig, sondern auch in mehreren Oscar-Kategorien ausgezeichnete melancholische Roadmovie "Nomadland", das die großartige Frances McDormand auf eine Reise quer durch die weiten Landschaften des amerikanischen Westens schickt, oder Thomas Vinterbergs lang erwartetes neues Meisterwerk "Der Rausch" (Oscar für den besten internationalen Film).

"Minari – Wo wir Wurzeln schlagen" (Auszeichnungen: Oscar für beste Nebenarstellerin und Sundance Film Festival) ist ein sehr wahrhaftiger Film, über das Zusammenleben verschiedener Generationen, Identität und Mut einer amerikanisch-koreanischen Familie, die von L.A. nach Arkansas zieht.

Weiters im Programm: Maria Schraders Beziehungsexperiment zwischen Mensch und Roboter "Ich bin dein Mensch", der Diagonale Eröffnungsfilm "Fuchs im Bau" von „Die Migrantigen“-Regisseur Arman T. Riahi oder Michael Kreihsls Ehekomödie "Risiken und Nebenwirkungen". Mit der Musikdokumentation Paolo Conte, via con me beteiligt sich das Kino im Kesselhaus am diesjährigen „Fokus Italien“ des Festivals Glatt&Verkehrt. Es ist einer von drei herausragenden Dokumentarfilmen, die openair gezeigt werden: "Tina", das einzigartige Portrait der Queen of Rock’n’Roll, und "Now", in der junge Klimarebellen, die an die Vernunft der Erwachsenen appellieren, aus dem Kamerablickwinkel des Kultfotografen Jim Rakete gesehen werden, sind die anderen beiden.

Viele Filme finden sich auch im Indoor-Programm (im Kinosaal) am frühen Abend. Für die Jüngsten unter den Kino im Kesselhaus-Besucher*innen sind im Saal auch wieder Kinderfilme programmiert und heuer erstmals ein bezauberndes clowneskes Kindertheaterstück mit Live-Musik, das bei Schönwetter auf der Wiese gezeigt wird: "Becoming Beeezzzz". Eine humorvolle Geschichte über das Wunder der Bienen. (von Lottaleben).

Programmdetails und Tickets auf http://www.kinoimkesselhaus.at