Popstar des Barock. Triumph & Passion / Schloss Hof feiert den 350. Geburtstag des Feldherrn Prinz Eugen mit einer Sonderausstellung.

Erstellt am 24. März 2013 (13:49)
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Opulente Festmähler, zur Zeit Prinz Eugens ein üblicher Teil feudaler Inszenierung.Fritz Simak
Von Katharina Sunk

Klein, nicht sehr hübsch, aber von erlesenem Geschmack – so soll Prinz Eugen gewesen sein. Nicht nur als Feldherr, sondern auch als Kunstfreund ist er in die Geschichte eingegangen.

Ein „Popstar des Barock“, sagte Barbara Goess, Geschäftsführerin der Marchfeldschlösser GmbH, bei der Ausstellungseröffnung.

Die vielen Facetten des Savoyers werden bis November in Schloss Hof beleuchtet. Zahlreiche Leihgaben, von seinem Harnisch über türkische Waffen, Briefe, barocke Gemälde bis hin zu Originalmöbeln, sind in der Beletage seines Jagdsitzes zu sehen. Der Rundgang führt durch Wohn- und Repräsentationsräume, die barocke Kapelle und den klassizistischen Festsaal.

Trotz der feudalen Inszenierung, die sich durch die Ausstellung zieht, wurde versucht, hinter die Fassade zu blicken und die Aufmerksamkeit auf die eher scheue Persönlichkeit des Prinzen zu lenken.

„Es war uns wichtig, Prinz Eugen aus seiner verstaubten Ecke zu holen und zu hinterfragen, wer wäre er heute“, sagt Barbara Goess.

Mit musikalischem und literarischem Programm sowie einem „Geburtstagsfest“ am 29. Juni bleibt Eugen das ganze Jahr im Mittelpunkt. Themenschwerpunkte wie der aktuelle sollen künftig noch mehr Besucher anlocken; immerhin wurden in den vergangenen zehn Jahren 72 Millionen Euro in die Renovierung von Schloss Hof investiert.