Szene Waldviertel: Drei "außerordentliche" Monate. Erst verschoben, dann gestartet und zuletzt wieder geschlossen: "Auf den Kopf" hat die Coronakrise heuer auch Niederösterreichs Kinder- und Kulturfestival, die Szene Waldviertel, gestellt. Diese ist doch "dankbar", dass man trotzdem über 3.000 Gäste begrüßen konnte.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 03. Dezember 2020 (11:12)
Gute Laune beim letzten Konzert der Szene Waldviertel 2020: Bryan Benner beim ausverkauften Late-Night-Liederabend am 31. Oktober im Campus Horn.
Andreas Rathmanner

Abzusagen war für Stephan Rabl "keine Option". Also hat der Theatermacher und Festivalleiter sein Waldviertler Kinder-, Jugend- und Theaterfestival in dessen mittlerweile 30. Jahr erst von Juni und Juli auf den Herbst verschoben. Dann die Szene Waldviertel fröhlich - natürlich mit Abstand, Sicherheitskonzept und mehr - Anfang September eröffnet. Und Ende Oktober wieder zugesperrt, aufgrund des neuerlichen "Lockdowns light". 

"Wir sehen auf besondere drei Monate zurück und sind stolz, ein unvergessliches Festival 2020 erlebt zu haben", zieht Rabl kurz vor dem - geplanten und doch wieder abgesagten - letzten Festivalabend am 6. Dezember Bilanz. Und freut sich über "Shows, Theaterpremieren und Vorstellungen in Horn, Thaya, Irnfritz, Groß Siegharts und dem Waldviertel, wofür man "ein lückenloses Sicherheitskonzept" erstellt und umgesetzt hatte - und "keinen einzigen Corona-Fall" verzeichnen musste.

Das Jahr 2020 war jedenfalls auch für die Szene Waldviertel "außerordentlich". Und trotz vorzeitigem Ende könne man "auf ein sehr positives Festival zurückblicken" - mit "über 3.000 Gästen bei insgesamt 53 Veranstaltungen", so Stephan Rabl.

Der gebürtige Waldviertler hat 2020 jedenfalls seine letzte "Szene" programmiert. Er ist als neu bestellter künstlerischer Leiter und Geschäftsführer schon mitten in den Vorbereitungen für ein von Europas Kulturhauptstädten 2024: Bad Ischl.