Prägende Jahre. Der Anfang / Das Schiele-Museum in Tulln zeigt bis Ende Oktober 60 Bilder aus der ersten Schaffensphase des Künstlers.

Erstellt am 01. April 2013 (17:25)
Eine Seite des Skizzenbuchs von Egon Schiele aus 1906, zu sehen in Tulln. Privatbesitz
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Von Thomas Jorda

Alt ist Egon Schiele nicht geworden. Gerade 28 Jahre. Für die letzten neun interessiert sich die Kunstgeschichte besonders, denn ab 1909 gilt das Genie als künstlerisch ausgereift. Eine kurzsichtige Betrachtungsweise, wie ein eben erschienenes Buch in Verbindung mit einer Ausstellung im Schiele- Museum in Tulln zeigt.

Christian Bauer, einst Geschäftsführer der Kunsthalle Krems und des Landesmuseums in St. Pölten, hat sich in den vergangenen Jahren der Kunstgeschichte zugewandt. Und viel Unbekanntes über den jungen Schiele herausgefunden. „Die ersten Jahre waren sehr wichtig. Sein Vater, Bahnhofsvorstand in Tulln, hat ihn außerordentlich geprägt.“

Unerforschte Dokumente hat Bauer bei den Recherchen gefunden und kaum bekannte Werke des jungen Schieles, etwa sein erstes Skizzenbuch. Sie werden bei der eben eröffneten Schau in Tulln gezeigt und beweisen die unglaubliche künstlerische Reife des blutjungen Mannes.

Das Buch von Christian Bauer („Egon Schiele. Der Anfang“, 224 Seiten, ca. 130 Abbildungen, 34,50 Euro; im Schiele- und Landesmuseum 29 Euro) eröffnet uns neue Sichtweisen auf Schieles Leben und oft sehr intensives Lieben.                   
www.egon-schiele.eu