Kultursommer NÖ: "Sommerfrische" mit "Sternstunden". 1.526 Veranstaltungen zwischen Juni und Oktober stehen 2021 am Programm von Niederösterreichs erst 2020 aus der Taufe gehobenem Kultursommer. Den hat Niederösterreichs Landeshauptfrau heute, Mittwoch, im St. Pöltner Landhaus offiziell eröffnet. Und der wird, von Drosendorf bis zum Schneeberg, wie "Sommerfrische im besten Wortsinn".

Von Michaela Fleck. Erstellt am 16. Juni 2021 (13:09)
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Eingeläutet: Mit großem Gong und farbenfrohem Ballett hat NÖs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (diesen heute, Mittwoch, offiziell eingeläutet. Im Bild mit Drosendorfs Kinosommer- und Filmclub-Leiter Wilhelm Erasmus, Puchbergs Kultursommerfrische-Macher Lukas Johne, Litschaus Schrammelklang- und Hin- & Weg-Gründer Zeno Stanek, Rosenburg- und Märchensommer-Intendantin Nina Blum und St. Pöltens Europaballett- und Sommertheater im Park-Gestalterin Anastasia Irmiyaeva.
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"Ich freu' mich riesig!" Sagt die Landeshauptfrau. Denn: "Dieser Sommer wird ganz anders als der letzte." Vor allem: Dieser Sommer hat so viele "Sternstunden", so auch eines der kultursommerlichen Schlagwörter, im Programm wie lange nicht. 

1.526 Veranstaltungen vom Theatersommer über den Musiksommer bis zum Kinosommer laden unter dem Dach von Niederösterreichs Kultursommer, das das Land im vergangenen Jahr erstmals aufgespannt hat, ein, von Juni bis Oktober und von Absberg bis Zwettl. All die hat Johanna Mikl-Leitner heute, Mittwoch, in NÖs Landtagsschiff in der St. Pöltner Herrengasse, nicht nur offiziell eröffnet. All die finden sich auch auf der prall gefüllten Kultursommer-Homepage. Und im druckfrischen, dicht gedrängten Kultursommer-Programm-Buch, auf 110 Seiten und mit neuem Logo - und neuen Farben - vorne drauf. 

Fünf Beispiele von insgesamt 129 Veranstaltern an 179 Orten? Zeno Stanek etwa mit seinem Schrammelklang-Festival, das am 9. Juli in Litschau schon seine 15. Saison eröffnet, mit "sehr vielen Stammkünstlern", aber auch "jungen, neuen Ensembles" und einem "sehr starken Frauenanteil", und der fünf Wochen später, ab 13. August, zu seinem Theaterfestival "Hin & Weg" ebenfalls nach Litschau bittet. Oder Schauspieler und Theatermacher Lukas Johne, der  mit seiner zweiteiligen "Orestie" in der Kultursommerfrische in Puchberg am Schneeberg schon Premiere gefeiert hat und der "Anti-Sommer-Theater", ganz reduziert, diesmal von Aischylos (und Johne) spielt. Oder Filmclub-Leiter Wilhelm Erasmus, der am 3. Juli sein "stimmungsvolles, kleine" Sommerkino im "alten Strandbad aus 1929" in Drosendorf eröffnet und dort 2022 schon 30-jähriges-Jubiläum feiert. Oder Anastasia Irmiyaeva vom St. Pöltner Europaballett, die am 2. Juli ihr neues "Open-Air-Festival mit Schwerpunkt Ballett" im Sommertheater Theater Park in St. Pölten-Wagram aus der Taufe hebt. Oder auch Sommertheater-Intendantin und Schauspielerin Nina Blum, die schon am 24. Juni den "Käfig voller Narren" ihrer Sommernachtskomödie auf der Rosenburg aufsperrt ("das wird wirklich sehr lustig"), bevor sie am 8. Juli Schneewittchen auf die Reise durch den Märchensommer in Schloss Poysbrunn schickt ("dort feiern wir heuer 15. Jubiläum"). 

Dass das Land Niederösterreich sie und alle Kultursommer-Macher unterstützt, "ist für uns eine Selbstverständlichkeit", so die Landeshauptfrau. Kultur sei schließlich gerade für Niederösterreich "der Magnet", wird sich künftig "noch mehr mit dem Tourismus verschränken" und "soll und muss" - neben Natur und Kulinarik - "im Mittelpunkt stehen". Sie, Mikl-Leitner, wünsche dem Kultursommer vor allem eines: "das beste und schönste Wetter!"

www.kultursommer-noe.at