Denn Beethoven gehört erhört!. Restaurierung Eines der letzten noch von Beethoven selbst gespielten Klaviere steht in Baden und wird in Schuss gebracht.

Von Thomas Jorda. Erstellt am 29. Januar 2019 (02:38)
Thomas Magyar
Von Beethoven angeschlagene Elfenbeintasten. Um 200 Euro darf man Pate sein.

Schön schaut er aus, spielen kann man ihn nicht. Der Flügel des Wiener Klavierbauers Conrad Graf ist eines der Schmuckstücke des Badener Beethovenhauses. Es stammt aus dem Haus von Josef Perger (1775-1846), Kaufmann und Ortsrichter von Gutenbrunn, heute ein Teil Badens.

Beethoven war dort mehrmals zu Gast und spielte auf diesem Klavier. 1895 wurde es dem Badener Rollettmuseum geschenkt. Seit der Wiedereröffnung des Beethovenhauses 2014 ist es Teil der Dauerpräsentation. Das Werk aus dem Jahr 1820 gilt zwar als eines der ersten modernen Klaviere von Conrad Graf – ist aber dank vieler Schäden nicht zu benutzen.

Die notwendige Restaurierung wird aus verschiedenen Töpfen finanziert, unter dem Titel „Beethoven erhören“ lädt das Beethovenhaus alle Musikfreunde ein, sich zu beteiligen. Ab einer Spende von 200 Euro übernimmt man – steuerschonend – die Patenschaft über eine der Tasten, bereits ausfinanziert sind die fünf Pedale (ab 500 Euro) und die drei Beine (ab 1.000 Euro). Das Projekt soll 2019 abgeschlossen sein, damit der Flügel für das Jubiläumsjahr Beethovens 2020 wieder erklingt.

http://www.beethovenhaus-baden.at/