Neues Konzertjahr: Zwei Meister & ein Mäuschen. Zum Start in ihr erstes Konzertjahr fängt die frisch geschaffene Haydn-Region Mäuse – und feiert Messen.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 27. März 2018 (01:16)
Nafez Rerhuf
1728 erbaut, 2017 wiedereröffnet: das Geburtshaus von Joseph und Michael Haydn, das 2018 auch zum musikalischen Mittelpunkt von Niederösterreichs neuer Haydn-Region werden soll.

Max ist, nein: kein Musikant, sondern ein Mäuschen. Das Mäuschen ist am Weg zu seiner Großmutter. Die feiert Geburtstag. Und dafür muss nicht nur ein Geschenk her. Dafür müssen auch Lieder her. Gesungen werden die in einem alten Haus. Und in dem haben einmal zwei Buben gelebt – und komponiert.

Die Buben, oder besser: ihr Geist lebt dort noch immer. Ihre Musik auch. Erst recht, seitdem das alte Haus, das schilfgedeckt und weiß getüncht an der Rohrauer Hauptstraße steht, vergangenen September neu eröffnet wurde. Und mit ihm gleich eine ganze Region: die Haydn-Region Niederösterreich. Die startet diese Woche in ihre erste Jahressaison. Und das mit vier Gedenktagen: dem Geburtstag (am 31. März) und dem Todestag (am 31. Mai) von Joseph und dem Todestag (am 10. August) und dem Geburtstag (am 13. September) von Michael Haydn.

Zwanzig Konzerte an dreizehn Spielorten

„Wir setzen uns für beide Brüder ein“, sagt Geburtshaus-Leiter Michael Linsbauer. Und hat rund um die vier Gedenktage 20 Konzerte (neun davon im Abo) an insgesamt 13 Standorten programmiert.

Im intimen Festsaal des Haydn-Hauses, in der lichten Luther-Kirche in Hainburg, im „unglaublich“ schönen Festsaal des Petroneller Schlosses (wo Paulus Manker 2005 seine „Alma“ spielte), in der eindrucksvollen Bergkirche von Bad Deutsch Altenburg oder in der Hainburger Kulturfabrik (gemeinsam mit der dortigen Haydngesellschaft).

Am Programm steht – „nicht nur nebenbei“ – Haydn, auf der Gästeliste das Minetti Quartett und Paul Gulda, die Beethoven Philharmonie und die Stiftsmusik St. Peter, Andrea Eckert oder Christian Altenburger.

„Wir wollten das erste Jahr noch nicht zu groß planen“, so Linsbauer. „Und wir wollen vor allem mit den Playern vor Ort spielen.“ Gespielt wird am Dienstag (der ist schon ausverkauft) und am Mittwoch auch, nämlich mit dem von der Komponistin, Autorin & Wahl-Pögg stallerin Christina Foramitti erfundenen Mäuschen Max.

www.haydnregion-noe.at