Wenn Beethoven und Josephine tanzen. Noch vor der ersten Premiere wird ab Samstag in Baden getanzt – mit Ludwig van Beethoven.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 30. September 2020 (04:41)
Tanzt ab 3. Oktober im Stadttheater Baden: Ludwig van Beethoven.
Lalo Jodlbauer

Perücken gibt es keine. Spitzenschuhe schon. Und, natürlich, Beethoven. Aber: neu arrangiert. Und vor allem: neu choreografiert. Denn: Wenn Badens Stadttheater diesen Samstag seine Pforten in der diesjährigen Herbstsaison zum ersten Mal öffnet, gehört den Tänzern die Bühne.

„Unsterbliche Geliebte“ hat Badens Ballettdirektor seinen „poetischen Ballettabend“ genannt. Und dafür einen Text geschrieben, einen Arrangeur (Michael Schaff) gesucht, eine Geschichte kreiert, das Bühnenbild gemacht – „das war nicht einfach“, meint Michael Kropf. Denn: „Ich hatte keinen Anfangspunkt, ich hatte gar nichts, ich hab’ erstmal versucht, mich in das Leben Beethovens einzulesen.“ Aus dem Leben kam auch die zweite Hauptfigur in „Ludwig van tanzt“, Josephine („sein Herz schlug nur für sie“), und noch zwei Protagonisten: das Schicksal und der Tod.

Wie die zusammenkommen, erzählt Michael Kropf in zwei Akten und mit elf Tänzern – und mit dem Orchester der Bühne Baden („das sitzt im Orchestergraben und links und rechts in den Parterrelogen“). Und die Musik? „Die ist fast ein Potpourri“, lacht der Ballettdirektor, „sieben Takte von da, acht von dort – nur die Mondscheinsonate, die hab’ ich fast ganz gelassen!“

Ab 3. Oktober , 19.30 Uhr, im Stadttheater Baden zu sehen.

www.buehnebaden.at